Berlin (dpa/tmn) - Sport kann Krebspatienten bei Erschöpfungszuständen gut tun. Studien haben gezeigt, dass regelmäßige und dosierte Aktivität der Behandlung von Erschöpfungszuständen durch Medikamente überlegen ist.

Bewegung kann Erschöpfungszustände bei Krebserkrankungen und Fibromyalgie lindern. Darauf weist Prof. Herbert Löllgen von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) in Berlin hin. Studien hätten gezeigt, dass regelmäßiges, dosiertes Ausdauertraining bei Fibromyalgie neben einer Psychotherapie wirksam und einer Behandlung mit Medikamenten überlegen sei. Auch vor, nach und während einer Tumortherapie mildere regelmäßige Bewegung Ermüdungserscheinungen, senke die Stressbelastung und steigere die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten.

Fibromyalgie ist eine schwere chronische Erkrankung, die neben Schmerzen in Muskeln und Gelenken unter anderem durch Müdigkeit und Schlafstörungen gekennzeichnet ist. Für Betroffene ist laut Löllgen eine Bewegungstherapie im warmen Wasser, zum Beispiel Aquajogging, empfehlenswert. Das entlaste nicht zuletzt die Gelenke beim Training. Tumorkranke sollten bereits in der Klinik Sport machen und nach dem Krankenhausaufenthalt am besten in entsprechenden Gruppen der Landessportbünde weiter trainieren.

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