Künstliche Befruchtung
Bezahlt die Krankenkasse eine künstliche Befruchtung? In den allgemeinen Versicherungsbedingungen müssen dafür konkrete Kriterien benannt sein. (Foto: Waltraud Grubitzsch)

Bezahlt die Krankenkasse eine künstliche Befruchtung? In den allgemeinen Versicherungsbedingungen müssen dafür konkrete Kriterien benannt sein. (Foto: Waltraud Grubitzsch)

dpa

Bezahlt die Krankenkasse eine künstliche Befruchtung? In den allgemeinen Versicherungsbedingungen müssen dafür konkrete Kriterien benannt sein. (Foto: Waltraud Grubitzsch)

Zweibrücken (dpa) - Eine private Krankenkasse darf nicht nach Belieben entscheiden, ob sie Behandlungskosten übernimmt. Das geht aus einem Urteil des Pfälzischen Oberlandesgerichts (OLG) Zweibrücken hervor.

Die Krankenkasse muss ihren Kunden zum Beispiel in den allgemeinen Versicherungsbedingungen konkrete Kriterien nennen, nach denen sie prüft und entscheidet (Aktenzeichen: 1 U 78/11). Das Gericht gab damit der Klage eines Versicherten statt. Dessen private Krankenversicherung hatte es abgelehnt, die Kosten für Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung zu übernehmen. Sie verwies auf ihre allgemeinen Versicherungsbedingungen, in denen geregelt ist, dass der Versicherte vor dieser Behandlung die Zusage einholen muss, dass die Kosten übernommen werden. In der Regelung fehlten jedoch für die Versicherten nachvollziehbare Kriterien, welche Kosten erstattungsfähig seien, stellte das OLG fest. Diese Ungewissheit gehe zu Lasten der Kasse, die die Kosten deshalb übernehmen müsse.

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