Ina Stelljes ist Mitarbeiterin der Pressestelle des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter. Foto: Bundesamt für Strahlenschutz
Ina Stelljes ist Mitarbeiterin der Pressestelle des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter. Foto: Bundesamt für Strahlenschutz

Ina Stelljes ist Mitarbeiterin der Pressestelle des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter. Foto: Bundesamt für Strahlenschutz

Vorsicht, heiß: Lebensmittel werden in der Mikrowelle oft ungleichmäßig erhitzt. Foto: Franziska Gabbert

Beim Aufwärmen und Garen in der Mikrowelle kommt es auf das Geschirr an - es gibt zum Beispiel extra Mikrowellen-Geschirr - Porzellan und Glas gehen aber auch. Foto: Andrea Warnecke

Auftauen, erwärmen, garen - die Mikrowelle macht's möglich. Gesundheitlich sind Lebensmittel aus der Mikrowelle unbedenklich. Foto: Andrea Warnecke

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Ina Stelljes ist Mitarbeiterin der Pressestelle des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter. Foto: Bundesamt für Strahlenschutz

Bocholt/Salzgitter (dpa/tmn) - Eben noch im Tiefkühlschrank, wenige Minuten später verzehrbereit auf dem Essenstisch - die Mikrowelle macht's möglich. Innerhalb kürzester Zeit wird Gefrorenes aufgetaut oder eine am Vortag zubereitete Mahlzeit erwärmt.

Dafür sorgt im Inneren des Gerätes die Mikrowellenstrahlung mit einer Frequenz von 2,45 Gigahertz. Klingt gefährlich, ist es aber nicht. «Lebensmittel aus der Mikrowelle sind gesundheitlich unbedenklich», sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) in Bocholt. Ähnlich äußert sich auch Ina Stelljes vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter.

Rein theoretisch kann man täglich Speisen oder Getränke aus der Mikrowelle zu sich nehmen. Wer allerdings glaubt, frisch zubereitetes Gemüse portionsweise einfrieren zu können und nach dem Aufwärmen in der Mikrowelle noch ein Nahrungsmittel mit vielen Vitaminen zu sich zu nehmen, der irrt: «Die meisten Vitamine sind hitzeempfindlich», sagt Morlo. Durch Temperatur, Licht und Sauerstoff verringert sich nach ihren Aussagen der Vitamingehalt in Lebensmitteln und fertigen Speisen. Die maximalen Vitaminverluste schwanken zwischen 40 und 80 Prozent. Folat und Vitamin C können sogar vollständig verloren gehen.

«Wer seine Mahlzeiten oft in der Mikrowelle erwärmt oder gart, sollte täglich zusätzlich rohes Obst und Gemüse essen, um den Vitamingehalt zu optimieren», rät Morlo.

In jeder Mikrowelle befindet sich ein sogenanntes Magnetron, wie Morlo erläutert. Dieser Sender erzeugt elektromagnetische Wellen. Sie werden in den Innenraum des Gerätes geleitet, von den Wänden des Garraumes reflektiert und möglichst gleichmäßig im Gehäuse verteilt. «Die elektromagnetischen Wellen regen vor allem die Wassermoleküle in den Speisen zu starken Schwingungen an», erklärt Morlo. Aufgrund dieser Schwingungen entsteht Wärme. Lebensmittel mit einem hohen Flüssigkeitsgehalt erwärmen sich daher schneller als eher trockene.

Beim Aufwärmen von Nahrung in der Mikrowelle ist die Wahl des Geschirrs wichtig. «Eigens gefertigtes Mikrowellen-Geschirr eignet sich natürlich am besten, aber Porzellan und Glas gehen auch», sagt Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen. Keinesfalls zum Braten, Kochen und Erhitzen in der Mikrowelle sollten Küchenutensilien aus Melaminharz verwendet werden, wie Prof. Andreas Hensel sagt. Er ist Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Der Grund: Werden diese Küchenutensilien den hohen Temperaturen in der Mikrowelle ausgesetzt, können höhere Mengen Melamin und Formaldehyd freigesetzt werden und in Essen und Getränke übergehen. Dies kann schädlich für die Gesundheit sein.