München (dpa/tmn) - Frauen sollten während einer Schwangerschaft besonders darauf achten, sich nicht mit Genitalherpes zu infizieren. Das rät der Berufsverband der Frauenärzte in München.

Genitalherpes kann in der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen haben: Zwar bestehe bei ungeborenen Kindern keine Ansteckungsgefahr, bei der Geburt könne es aber zu einer Infektion mit schweren Folgeschäden kommen, erklärt der Berufsverband der Frauenärzte. Das Kind müsse deshalb in solchen Fällen immer per Kaiserschnitt entbunden werden.

Genitalherpes kann unter anderem durch eine Virenübertragung von Herpesbläschen an den Lippen entstehen. Die Frauenärzte raten Paaren mit Lippenherpes deshalb, während der Schwangerschaft auf oralen Sex zu verzichten. Beide Partner sollten sich bei ersten Anzeichen von Genitalherpes sofort behandeln lassen. Dazu gehören zum Beispiel grippeähnliche Symptome und Jucken oder Brennen im Genitalbereich.

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