Hautkrebsvorsorge
Ab dem 35. Geburtstag steht gesetzlich Versicherten eine regelmäßige Untersuchung auf Hautkrebs zu.

Ab dem 35. Geburtstag steht gesetzlich Versicherten eine regelmäßige Untersuchung auf Hautkrebs zu.

dpa

Ab dem 35. Geburtstag steht gesetzlich Versicherten eine regelmäßige Untersuchung auf Hautkrebs zu.

Berlin (dpa) - Die vor zweieinhalb Jahren eingeführte kostenlose Untersuchung auf Hautkrebs zeigt nach Einschätzung von Ärzten erste Erfolge - immer mehr Menschen lassen sich untersuchen. Nach Ansicht von Ärzten muss die Quote aber noch besser werden.

28 Prozent der gesetzlich Versicherten, denen die Untersuchung ab dem 35. Geburtstag alle zwei Jahre kostenlos zusteht, hätten das Screening der Einführung bereits in Anspruch genommen, berichtete die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) am Dienstag in Berlin. 2010 seien es fast 50 Prozent mehr als noch 2008 gewesen. Allerdings, so DDG-Präsident Thomas Luger, sei die Quote noch ausbaufähig, denn laut Umfrage halten 93 Prozent der Bundesbürger derartige Vorsorgeuntersuchungen generell für sinnvoll. Die Gesellschaft hatte das Forsa-Institut mit der repräsentativen Umfrage beauftragt.

In gut 80 Prozent der Praxen ging seit dem kostenlosen Screening auch die Zahl operativer Eingriffe um durchschnittlich 23 Prozent in die Höhe. In zwei Fünftel der Praxen stiegen zudem die Arzneimittelverordnungen leicht um rund sechs Prozent an, zeigt eine Versorgungsstudie, die die Hautärzte begleitend erhoben haben. Dennoch solle die Maßnahme langfristig Kosten dämpfen, betonen die Ärzte.

Die frühe Diagnose sei ein entscheidender Hebel, um einen der häufigsten bösartigen Tumor zu bekämpfen und die Sterblichkeit zu senken, sagte Luger. Rund 100 000 Menschen erkranken pro Jahr in Deutschland an Hautkrebs. Mit dem in die Regelversorgung integrierten Screening sei Deutschland weltweit beispielgebend, so die DDG.

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