Hygiene in der Küche schützt vor gefährlichen Keimen.

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Schwämme und Tücher häufig wechseln und schnell trocknen lassen – ansonsten bietet der Spülbecken-Bereich ideale Vermehrungsbedingungen für Keime.

Schwämme und Tücher häufig wechseln und schnell trocknen lassen – ansonsten bietet der Spülbecken-Bereich ideale Vermehrungsbedingungen für Keime.

dpa

Schwämme und Tücher häufig wechseln und schnell trocknen lassen – ansonsten bietet der Spülbecken-Bereich ideale Vermehrungsbedingungen für Keime.

Düsseldorf. Sauberkeit ist das beste Mittel, sich im Haushalt vor krankmachenden Keimen zu schützen. Wer immer gründlich abspült, sich regelmäßig die Hände wäscht und Lebensmittel sorgfältig zubereitet, sei auf der sicheren Seite, sagt Lüppo Ellerbroek vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). „Wenn Sie aber bestimmte Strategien nicht einhalten, kann es gefährlich werden.“

Für rohes Fleisch immer ein Extra-Brett verwenden

Falsch sei zum Beispiel, auf einem Holzbrett erst rohes Hähnchenfleisch zuzubereiten und dann darauf Salat zu schneiden, der roh verzehrt wird. Denn so kann es zu einer sogenannten Kreuzkontamination kommen, bei der Krankheitskeime vom Fleisch auf das Brett und dann auf den Salat gelangen. Daher sollten immer getrennte Gerätschaften für rohe Fleischprodukte und verzehrfertige Lebensmittel wie Salat oder bereits gegarte Speisen verwendet werden.

„Sauberkeit bietet 99,9 Prozent der Möglichkeiten, sich vor krankmachenden Keimen zu schützen“, so Ellerbroek, der am BfR die Fachgruppe Lebensmittelhygiene leitet. Zwischen einzelnen Arbeitsschritten wäscht man sich am besten die Hände – besonders nach dem Anfassen roher Produkte. Alle Küchenutensilien und -flächen sollten nach der Lebensmittelzubereitung mit heißem Wasser und Reinigungsmittel gesäubert werden.

„Desinfektionsmittel brauchen wir im Haushalt eigentlich nicht.“

Lüppo Ellerbroek, Experte für Lebensmittelhygiene

„Desinfektionsmittel brauchen wir im Haushalt eigentlich nicht“, sagt Ellerbroek. „Abwaschen und Abtrocknen reichen meist aus.“ Nur wenn jemand im Haushalt zum Beispiel an einer Durchfall verursachenden Campylobacter-Infektion erkrankt sei, seien solche Mittel sinnvoll. Alles andere sei zu viel des Guten. „Man sollte nicht vor Angst im Boden versinken“, sagt der Experte. Nicht nur aus Umweltschutzgründen rate er von Desinfektionsmitteln ab. „Es gibt auch eine falsche Sicherheit, mancher wäscht dann vielleicht nicht mehr so gründlich ab.“ dpa

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