Im Sommer sind nicht nur Ältere gefährdet. Jeder sollte aufpassen, damit der Kreislauf nicht schlapp macht.

wza_500x334_519925.jpg
Bei Hitze verliert der Körper bis zu drei Liter mehr Flüssigkeit, deshalb muss man sehr viel trinken.

Bei Hitze verliert der Körper bis zu drei Liter mehr Flüssigkeit, deshalb muss man sehr viel trinken.

obs

Bei Hitze verliert der Körper bis zu drei Liter mehr Flüssigkeit, deshalb muss man sehr viel trinken.

Düsseldorf. Die Sonne scheint, das Thermometer bleibt beständig über der 25 Grad-Marke und endlich können alle den Sommer genießen. Doch nicht jeder kann sich so richtig über den warmen Sommeranfang freuen. Vor allem Ältere, Schwache und Kranke müssen vorsichtig sein, damit die Hitze sie nicht "krank" macht. Aber auch der Rest der Bevölkerung sollte bei der jetzigen Wärme einige Dinge vermeiden bzw. beachten. "Vor allem die hohe Feuchtigkeit wirkt sich sehr belastend aus", weiß Christina Koppe vom Deutschen Wetterdienst. Hier einige Tipps von der Expertin:

Viel trinken - aber kein Alkohol

Bei normalen Außentemperaturen verliert der Körper in der Regel täglich etwa zwei Liter Flüssigkeit. Bei dieser Hitze kann der Verlust aber auf bis zu fünf Liter steigen. Deshalb ist es wichtig auszugleichen. Am besten trinkt man etwa drei Liter mehr als sonst. Dafür eignet sich am besten salzhaltiges Mineralwasser oder ein verdünnter Fruchtsaft (Schorle).

Dagegen sollte man auf Alkohol oder koffeinhaltige Getränke verzichten. "Wer alleinlebende ältere Verwandte hat, sollte diese regelmäßig besuchen und dringend zum Trinken animieren", betont Koppe. Ältere Menschen vergessen oft zu Trinken, da sich ihr Durstgefühl reduziert hat.

Zudem sollte man eher leichte und kalte Speisen zu sich nehmen. Sie belasten nicht den Magen und den Kreislauf.

Tagesablauf anpassen

Der Tagesablauf sollte der Hitze angepasst werden. Gerade körperliche Aktivitäten wie Sport sollten auf den Morgen oder Abend verschoben werden. Zudem sollte man die Mittagssonne meiden oder nur mit Kopfbedeckung raus gehen.

Die Hitze bewirkt zweierlei: Zum einen sorgt sie dafür, dass der Köper viel Flüssigkeit verliert, zum anderen kann die Hitze Kreislaufprobleme auslösen. "Betroffene können Bauch- oder Muskelkrämpfe bekommen oder sie fühlen sich schlapp und schwach. Es kann auch zu Hitzekrämpfen, einem Hitzekollaps oder einem Hitzschlag kommen", erläutert Christina Kopp vom Deutschen Wetterdienst.

Symptome für einen Hitzeschlag können sein: Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Verwirrtheit, ein schneller Atem. "Zudem wird die Haut heiß und rot", sagt Hoppe. Der Hitzeschlag kann auch zu einer Ohnmacht führen. Deshalb muss bei einem Hitzeschlag immer der Notarzt gerufen werden. Im schlimmsten Fall kann er auch zum Tod führen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann sich bei Hitze negativ auswirken, deshalb sollte man den Beipackzettel genauestens studieren. Behandlung: Feuchte Tücher auf Stirn und Nacken bringen erste Erleichterung. Eine andere Möglichkeit ist es, den Körper mit Eiswürfeln abzureiben. Bei Bewusstlosigkeit den Betroffenen sofort in die stabile Seitenlage bringen.

Ein Mangel an Flüssigkeit und Mineralien kann zu einem Hitzekollaps führen, meist zu Hitzekrämpfen. Dieser Mangel an Mineralien und Wasser muss ausgeglichen werden, zum Beispiel durch das Trinken von elektrolytehaltigen (salzhaltigen) Getränken.

Der Hitzekollaps tritt bei einem hohen Elektrolyteverlust ein. Die Folge: Der Kreislauf spielt verrückt. Meist sind Menschen betroffen, die sich gerade sportlich betätigen. Betroffene sollten ins Kühle gebracht werden und wenn möglich viel trinken - keine eiskalten Getränke.

Die Bekleidung sollte aus leichten, hellen und dünnen Stoffen bestehen. Am besten eignen sich weite Kleidungsstücke aus Naturfasern. Sie ermöglichen, dass die Luft zirkuliert und kein Wärme-stau entsteht.

Die Hitze aussperren

Während der Hitzeperiode sollte man nur am Morgen oder am Abend lüften. So bleibt es in den Räumen kühler. Zudem sollte man die Rollladen herunter lassen.

Vorsicht bei Ventilatoren

Bei den derzeitigen Temperaturen kann man noch zur Abkühlung einen Ventilator benutzen. Jedoch sollte man ihn richtig positionieren, damit man keinen Zug bekommt. Zudem sollte man viel trinken, da durch den Ventilator noch mehr Flüssigkeit verdampft. Steigen die Temperaturen allerdings über 36 Grad, sorgt der Ventilator nicht mehr für Kühlung - da die Köpertemperatur 36 Grad beträgt. Im schlimmsten Fall wird einem sogar wärmer.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer