Training mit der Gruppe
In Gruppen mit Gleichgesinnten trainiert es sich leichter. Ideal sind Angebote, in denen es nicht nur um Bewegung, sondern auch um Ernährungstipps geht. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

In Gruppen mit Gleichgesinnten trainiert es sich leichter. Ideal sind Angebote, in denen es nicht nur um Bewegung, sondern auch um Ernährungstipps geht. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

dpa

In Gruppen mit Gleichgesinnten trainiert es sich leichter. Ideal sind Angebote, in denen es nicht nur um Bewegung, sondern auch um Ernährungstipps geht. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

Saarbrücken (dpa/tmn) - Gleichgesinnte suchen, die richtige Sportart wählen, erreichbare Ziele setzen: Wer durch Bewegung dauerhaft abnehmen will, sollte einige Ratschläge beherzigen. Eine Expertin erklärt, wie man vermeidet, schon nach wenigen Wochen wieder aufzugeben:

Gleichgesinnte finden: Wer abnehmen will, braucht Gleichgesinnte. Übergewichtige Menschen sollten sich daher überlegen, ob es nicht besser wäre, auf das Training mit der dünnen Freundin oder dem mageren Nachbarn zu verzichten, rät Korinna Ruthemann von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken. «Für manche ist es leichter, wenn sie beim Sport Menschen um sich herum haben, die ähnliche Gewichtsprobleme haben und wissen, wie sie sich fühlen. So können sie voneinander lernen», sagt Ruthemann. Außerdem vermeide man dadurch den direkten Vergleich mit Normalgewichtigen, der oft demotivierend sei. «Ideal sind Gruppenangebote, in denen es nicht nur um Bewegung, sondern auch um Ernährungstipps geht.»

Richtige Sportart wählen: Nicht nur die schlanken Sportkollegen können ein Motivationskiller sein, sondern auch die Sportart. Man sollte das wählen, was man gerne macht, rät Ruthemann. Fatburner-Programme, durch die schnell möglichst viele Kilos verloren gehen sollen, seien nicht immer eine gute Wahl - wegen des Jo-Jo-Effekts und der körperlichen Belastung.

Untersuchen lassen: «Jeder, der älter als 35 Jahre ist und lange keinen Sport gemacht hat, sollte sich zunächst beim Arzt untersuchen lassen und mit ihm gemeinsam überlegen, welche Sportarten angemessen sind», betont Ruthemann. So litten Übergewichtige oftmals unter Gelenkproblemen. Sportarten wie Squash oder Fußball könnten diese verstärken.

Plan B statt Ausreden: Statt einer Hau-Ruck-Aktion sei eine gute Organisation gefragt: «Unmotivierte sollten sich einen Plan B überlegen», rät Ruthemann. Sonst nutzten viele schon nach kurzer Zeit jede willkommene Ausrede, um nicht mehr zum Sport gehen zu müssen. «Wer das von Anfang an verhindert, indem er beispielsweise einen Notfallbabysitter für die Kinder organisiert oder eine Sportart wählt, die er problemlos auch auf Dienstreisen ausüben kann, der hält länger durch.»

Ziele setzen: Hilfreich sei es, sich ein attraktives Ziel mit einem genauen Zeitrahmen zu setzen. «Viele brauchen eine konkrete Vision», sagt Ruthemann. Sich bloß zu wünschen, mehr Ausdauer zu haben, sei nicht genug. «Wenn man sich aber in Gedanken bei der nächsten Wanderung als Erster oben auf dem Berg ankommen sieht, dann spornt das an.» Die Ziele dürften aber nicht zu hoch gesteckt werden: «Wer in kleinen Schritten vorgeht und sich Teilziele setzt, der wird nicht so schnell frustriert.» Statt auf die perfekte Modellfigur sollten Mollige lieber auf ein individuelles Wohlfühlgewicht hinarbeiten. Dann werden auch kleine Erfolge zur Genugtuung - etwa, wenn man wieder in die alte Lieblingsjeans passt.

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