Berlin (dpa/tmn) - Vorsicht, nicht zu heiß erhitzen! Kochgeschirr aus Melaminharz kann beim Kochen gesundheitsgefährdende Stoffe abgeben. Auch für die Zubereitung säurehaltiger Lebensmittel sollte besser auf andere Kochutensilien zurückgegriffen werden.

Geschirr und Kochutensilien aus Melaminharz können beim Kochen gesundheitsgefährdende Stoffe an Lebensmittel abgeben. Dies geschehe bei hohen Temperaturen über 70 Grad Celsius, wie eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Berlin und der Überwachungsbehörden der Länder gezeigt hat. Mit bis zu 70 Grad werden etwa Heißgetränke ausgeschenkt.

Bei den Tests wurden die Stoffe Melamin und Formaldehyd in einer Menge gefunden, die deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert lag. Daher sollten Geschirr und Küchenutensilien aus Melaminharz nicht zum Braten, Kochen und zum Erhitzen von Lebensmitteln in der Mikrowelle verwenden werden, rät die BfR. Die Zersetzung solcher Utensilien werde verstärkt durch säurehaltige Speisen, zu denen viele Zubereitungen aus Obst und Gemüse gehören.

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