Hamburg (dpa/tmn) - Früchte sind gesund - deshalb schmücken sie werbewirksam die Verpackungen vieler Lebensmittel. Nach Angaben von Verbraucherschützern schummeln viele Hersteller allerdings.

Statt des gezeigten Obstes sind zum Beispiel billige Aromastoffe und andere Fruchtsorten enthalten. Ein Molkedrink zum Beispiel, auf dessen Verpackung Mangos und Maracujas abgebildet sind, enthält laut einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg hauptsächlich Orangensaft. Und in einem Kirschmüsli fanden sich viel mehr kostengünstigere Cranberries als die gezeigten Früchte.

Den Verbraucherschützern zufolge sind drei Methoden des Etikettenschwindels beliebt. Beim «Umfruchten» wandeln die Hersteller eine Frucht durch Aromastoffe zu einer anderen Frucht um - nach dem Motto «Apfel plus Chemie macht Himbeere». Nummer zwei: Aus Fruchtmus werden durch Pflanzenextrakt und Aromen echte Formfrüchte zusammengefügt, zum Beispiel in Müsliriegeln. Und drittens werden viele Säfte mit bunten Bildern teurer Früchte auf der Verpackung beworben. Diese seien aber oft nur in ganz geringen Mengen enthalten.

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