Die Hirnströme übergewichtiger Menschen unterscheiden sich deutlich von denen mit Normalgewicht, fanden die Forscher heraus. (Foto: Waltraud Grubitzsch)
Die Hirnströme übergewichtiger Menschen unterscheiden sich deutlich von denen mit Normalgewicht, fanden die Forscher heraus. (Foto: Waltraud Grubitzsch)

Die Hirnströme übergewichtiger Menschen unterscheiden sich deutlich von denen mit Normalgewicht, fanden die Forscher heraus. (Foto: Waltraud Grubitzsch)

dpa

Die Hirnströme übergewichtiger Menschen unterscheiden sich deutlich von denen mit Normalgewicht, fanden die Forscher heraus. (Foto: Waltraud Grubitzsch)

München (dpa) - Übergewicht macht sich nicht nur auf der Waage und am Bauchumfang bemerkbar, sondern verändert auch die Gehirnfunktionen. Das haben Forscher vom Kompetenznetz Adipositas herausgefunden.

Die Hirnströme übergewichtiger Menschen unterscheiden sich deutlich von denen mit Normalgewicht, teilte das Kompetenznetz Adipositas am Dienstag (31. Januar) in München mit. Um die Krankheit Adipositas (Fettleibigkeit) besser zu verstehen, müsse man sich in Zukunft stärker mit dem Kopf der Patienten auseinandersetzen. Es sei bekannt, dass Bauchorgane viel mit dem Gehirn kommunizierten und Hunger sowie Sättigung über das zentrale Nervensystem reguliert würden.

Ein Team von Wissenschaftlern unter Leitung von Experten der Universität Tübingen fand heraus, dass Hirnströme sowohl bei dicken und dünnen Menschen als auch bei Frauen und Männern unterschiedlich sind. So falle es Frauen schwerer als Männern ihren Hunger zu unterdrücken, wenn ihnen Speisen vorgesetzt werden. Ihre Hirnströme veränderten sich im Vergleich zu Männern stärker, wenn ihnen im Hungerzustand Bilder kalorienreicher Nahrung gezeigt wurden.

Die Ergebnisse der Forschergruppe im Kompetenznetz Adipositas könnten Hinweise darauf geben, wie Verhaltenstherapien zur Behandlung von Übergewichtigen effektiv gestaltet werden können. Patienten sollen lernen, ihre Hirnaktivität willentlich zu kontrollieren, um das Problem Fettleibigkeit vom Kopf her in den Griff zu bekommen.

Das Kompetenznetz Adipositas verbindet Wissenschaftler aus ganz Deutschland. Die Forscher untersuchen Ursachen für Adipositas und entwickeln neue Therapien sowie Präventionsstrategien.

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