Fieber ist ein Selbstheilungsprozess
Fieber zeigt, dass der Körper gegen eine Virus-Infektion kämpft.

Fieber zeigt, dass der Körper gegen eine Virus-Infektion kämpft.

Patrick Pleul/dpa

Fieber zeigt, dass der Körper gegen eine Virus-Infektion kämpft.

München (dpa/tmn) - Wenn Kinder Fieber bekommen, machen sich Eltern schnell Sorgen. Aber Fieber ist nicht automatisch schlecht: Die höhere Temperatur hindert Viren daran, sich zu vermehren. Deshalb sollte Fieber auch nicht mit allen Mitteln gesenkt werden.

Eltern sollten das Fieber ihrer Kinder nicht mit allen Mitteln senken. Denn mit Fieber heile der Körper sich selbst, teilt die Stiftung Kindergesundheit mit. Besonders bei Virus-Infektionen sollten Eltern erst einmal nichts gegen Fieber machen, weil die erhöhte Temperatur die Vermehrung der Viren bremse. Kinder seien für viele Viren anfällig, gegen die Erwachsene immun sind. Deshalb hätten Menschen in jungen Jahren viel öfter Fieber.

Leide das Kind allerdings merklich unter der erhöhten Temperatur, mache es Sinn, sie zu senken. Der Zeitpunkt sei erreicht, wenn das Kind Muskel- und Gliederschmerzen hat, nicht isst und trinkt, quengelig wird, schlecht schläft oder verwirrt ist. Auf diese Anzeichen sollten Eltern besonders achten, wenn die Temperatur über 38,5 Grad steigt. Bei kleinen Kindern senke ein Zäpfchen das Fieber am besten. Eltern müssten aber unbedingt die Dosierungsanweisungen beachten. Werde das Schmerzmittel überdosiert, könnte das der Leber schaden.

Abkühlen sollten sie die Kleinen erst, wenn sich nicht nur das Gesicht, sondern auch der übrige Körper ungewöhnlich warm anfühlt. Das funktioniere am schonendsten mit Wadenwickeln, die alle 5 bis 15 Minuten erneuert werden müssten. Bei einem Abkühlungsbad in der Wanne liege die Wassertemperatur anfangs am besten zwei Grad über der Körpertemperatur und werde innerhalb von zehn Minuten mit kalten Wasser auf rund 30 Grad gesenkt. Nach weiteren 7 Minuten sollte das Kind aus der Wasser. Kalte Glieder sollten auf keinen Fall gekühlt werden.

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