Fairtrade-Produkte oft auch bio
Fair gehandelte Produkte tragen immer öfter auch ein Bio-Siegel. (Foto: David Ebener)

Fair gehandelte Produkte tragen immer öfter auch ein Bio-Siegel. (Foto: David Ebener)

dpa

Fair gehandelte Produkte tragen immer öfter auch ein Bio-Siegel. (Foto: David Ebener)

Nürnberg (dpa) - Fair gehandelte Produkte wie Kaffee oder Tee sind in Deutschland zunehmend gefragt - und zu zwei Dritteln inzwischen auch mit einem Bio-Siegel versehen. Diese Kombination zahlt sich aus.

«Fairtrade und Bio, wir sind Geschwister», sagte der Geschäftsführer des TransFair-Vereins, Dieter Overath, auf der Öko-Messe Biofach (15. bis 18. Februar) in Nürnberg. Schließlich seien im vergangenen Jahr etwa 65 Prozent aller Fairtrade-Produkte hierzulande auch biologisch zertifiziert gewesen - ein Plus von zwölf Prozent im Vergleich zu 2010. Die Produzenten bekommen höhere Mindestpreise und eine höhere Prämie, wenn sie auf ökologische Erzeugung umsatteln.

Der Umsatz mit fair gehandelten Waren stieg in Deutschland laut Overath nach vorläufigen Schätzungen auf rund 400 Millionen Euro an. «Der faire Handel hat sich verachtfacht innerhalb nur weniger Jahre.» 2002 waren es gerade einmal 50 Millionen Euro gewesen. Den größten Anteil an fair gehandelten Produkten macht Kaffee aus, gefolgt von Schnittblumen und Bananen. Auch Tee, Süßwaren (Kakao) und Textilien (Baumwolle) werden von den Verbrauchern zunehmend in der «fairen» Variante gekauft. Für 2012 erwartet Overath erneut ein «sattes Wachstum».

Die Idee hinter Fairtrade ist, die ökonomischen und sozialen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbauern und Arbeiter in den Entwicklungsländern zu verbessern. Für das Einhalten bestimmter Standards gibt es deshalb Prämien, außerdem werden Mindestpreise garantiert. Auch der Kampf gegen den Klimawandel soll Geld bringen: Unternehmen, die ihre Klimabilanz durch Kompensationszahlungen verbessern wollen, können CO2-Zertifikate nun auch bei Fairtrade-Betrieben kaufen, sagte der Geschäftsführer der Zertifizierungsgesellschaft Flo-Cert, Rüdiger Meyer. Auf den Teeplantagen lasse sich etwa viel Kohlendioxid einsparen, wenn die Familien zum Kochen Elektroöfen benutzten statt Holz.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer