Grippeviren unterliegen einer ständigen genetischen Veränderung. Foto: Kay Nietfeld/Archiv
Grippeviren unterliegen einer ständigen genetischen Veränderung. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Grippeviren unterliegen einer ständigen genetischen Veränderung. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

dpa

Grippeviren unterliegen einer ständigen genetischen Veränderung. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Berlin (dpa) - Der Grippeimpfstoff dieser Saison wirkt offenbar nicht optimal. Bei einem der drei derzeit zirkulierenden Virentypen müsse mit einer schwächeren Wirksamkeit gerechnet werden, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) auf Anfrage mit.

Dieser A(H3N2)-Typ sei für gewöhnlich besonders stark verbreitet. Die Einschätzung der Experten beruhe auf Daten aus den USA und mehreren europäischen Ländern - darunter auch Deutschland. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin «Focus» darüber berichtet. Da die Impfstoffe aber vor den anderen Viren schützten, werde eine Immunisierung trotzdem empfohlen.

Doch wieso wirkt der Impfstoff nicht so gut? Die Grippeviren unterliegen einer ständigen genetischen Veränderung, wie ein RKI-Experte erklärte. Daher werde auch die Zusammensetzung des Impfstoffes jedes Jahr neu geprüft.

Die Untersuchung der bislang zirkulierenden Viren zeigte aber, dass der Impfstoff nicht optimal zu den Viren des Typs A(H3N2) passe. Genauer gesagt muss gewöhnlich das im Impfstoff enthaltene Eiweiß mit dem Oberflächeneiweiß des Erregers übereinstimmen.

Auch die Weltgesundheitsorganisation in Genf bestätigte, dass sich Unterschiede zwischen Impfstoff und Erreger des Subtyps andeuteten. Die Infektions-Zahlen seien in Europa zwar gestiegen, blieben aber dennoch niedrig.

Der Virustyp A(H3N2) sei in Deutschland und mehreren anderen Ländern am weitesten verbreitet und habe schon häufiger zu schweren Grippewellen geführt, hieß es beim RKI.

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