Straßburg (dpa) - Chemotherapie in Deutschland, Handoperation in Frankreich, Zahnersatz in Ungarn: Nach langen Debatten hat das Europaparlament am Mittwoch (19.1.) zugestimmt, dass Behandlung beim Arzt oder einer Klinik in einem anderen EU-Land ab 2013 einfacher werden.

Das Europaparlament hat einen entsprechenden Gesetzesvorschlag verabschiedet. Darin ist verbindlich festgeschrieben, dass die Krankenkassen die Kosten der Behandlung tragen, die auch im Inland anfallen würden. Bei Krankenhausaufenthalten kann eine vorherige Genehmigung nötig werden. Falls die Kassen den Antrag ablehnen, müssen sie dies genau begründen. Beispielsweise könnte bei einem Herzkranken eine Reise ins Ausland als zu gefährlich abgelehnt werden. Für Deutschland ändert sich kaum etwas, da die Behandlung im EU-Ausland und ihre Erstattung durch die heimische Kasse schon lange möglich sind.

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