Grab auf Friedhof
Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Michaelerkirche gegenüber der Hofburg wurde ab dem 13. Jahrhundert errichtet. In der Gruft darunter lassen mumifizierte Leichen die Besucher erschauern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Führung durch die Kapuzinergruft führt auch zu den Särgen von Kaiser Franz Joseph I. und Sisi. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Geisterbahn auf dem Prater: Der Tod schreckt die Menschen in Wien weniger als anderswo, könnte man meinen. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Der Wiener Prater ist in der kühleren Jahreszeit ein eher bedrückender Ort - denn die Menschenleere verleiht dem Ort etwas Tristes. Anders sieht das im Sommer aus. Foto: Peter Rigaud/Wien Tourismus/dpa-tmn

Pompös sind viele Gräber auf dem Zentralfriedhof in Wien. Der Ort ist eine berühmte Touristenattraktion. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Präsidentengruft am Zentralfriedhof vor der Luegerkirche - die Wiener hatten schon immer ein spezielles Verhältnis zum Tod. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Bestattungsmuseum in Wien gibt es seit 1967, heute liegt es auf dem Zentralfriedhof. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Holzsärge in der Michaelergruft: Sie wurden akribisch gesäubert und konserviert - und lassen so manchen Besucher erschaudern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das «Kaffeehaus Concordia» gegenüber dem Wiener Zentralfriedhof hat ein ganz spezielles Flair. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Sarg von Kaiserin Elisabeth I. - besser bekannt als Sisi - in der Kapuzinergruft. Dort liegen die Gebeine der Habsburger. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Im Bestattungsmuseum auf dem Wiener Zentralfriedhof bekommen Besucher unter anderem verschiedene Totengewänder zu sehen - und historische Leichenwagen. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Gertraud und Karl Kalisch in ihrer Wohnung in Wien. Warum die Wiener so morbid veranlagt sind, können sie sich nicht erklären. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

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Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Wien (dpa/tmn) - Als Erstes sieht man Gräber. Wer nach Wien reist und vom Flughafen ins Zentrum fährt, passiert einen der größten Friedhöfe Europas.

Drei Millionen Tote liegen auf dem Wiener Zentralfriedhof im südöstlichen Stadtteil Simmering - er ist so groß, dass Touristen dort Fiaker-Rundfahrten machen können. 80 Kilometer messen die Wege, es gibt Bushaltestellen. Etwa 1000 Promi-Gräber mit Musikern, Schriftstellern oder Politiker zählt die Ruhestätte.

Michaelerkirche
Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Michaelerkirche gegenüber der Hofburg wurde ab dem 13. Jahrhundert errichtet. In der Gruft darunter lassen mumifizierte Leichen die Besucher erschauern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Führung durch die Kapuzinergruft führt auch zu den Särgen von Kaiser Franz Joseph I. und Sisi. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Geisterbahn auf dem Prater: Der Tod schreckt die Menschen in Wien weniger als anderswo, könnte man meinen. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Der Wiener Prater ist in der kühleren Jahreszeit ein eher bedrückender Ort - denn die Menschenleere verleiht dem Ort etwas Tristes. Anders sieht das im Sommer aus. Foto: Peter Rigaud/Wien Tourismus/dpa-tmn

Pompös sind viele Gräber auf dem Zentralfriedhof in Wien. Der Ort ist eine berühmte Touristenattraktion. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Präsidentengruft am Zentralfriedhof vor der Luegerkirche - die Wiener hatten schon immer ein spezielles Verhältnis zum Tod. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Bestattungsmuseum in Wien gibt es seit 1967, heute liegt es auf dem Zentralfriedhof. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Holzsärge in der Michaelergruft: Sie wurden akribisch gesäubert und konserviert - und lassen so manchen Besucher erschaudern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das «Kaffeehaus Concordia» gegenüber dem Wiener Zentralfriedhof hat ein ganz spezielles Flair. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Sarg von Kaiserin Elisabeth I. - besser bekannt als Sisi - in der Kapuzinergruft. Dort liegen die Gebeine der Habsburger. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Im Bestattungsmuseum auf dem Wiener Zentralfriedhof bekommen Besucher unter anderem verschiedene Totengewänder zu sehen - und historische Leichenwagen. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Gertraud und Karl Kalisch in ihrer Wohnung in Wien. Warum die Wiener so morbid veranlagt sind, können sie sich nicht erklären. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

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Die Michaelerkirche gegenüber der Hofburg wurde ab dem 13. Jahrhundert errichtet. In der Gruft darunter lassen mumifizierte Leichen die Besucher erschauern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Am Grab von Falco, der Johann Hans Hölzel hieß und 1998 in der Dominikanischen Republik im Koksrausch mit einem Bus zusammenprallte, machen zwei Fans schon an einem kalten Montagvormittag Fotos. Das Grab hat die Form einer durchgebrochenen CD und zeigt Falco in einem schwarzen Umhang. «Muss ich denn sterben, um zu leben?», sang der Künstler, und man möchte ihm antworten: Ja, in Wien vielleicht schon.

Die Bewohner der österreichischen Hauptstadt haben ein spezielles Verhältnis zum Tod. Eine Beerdigung war früher ein Großereignis - pompös musste es werden, am besten sollte die ganze Stadt zusehen. Manche Menschen sparten ihr Leben lang für ihr Begräbnis.

Gruft
Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Michaelerkirche gegenüber der Hofburg wurde ab dem 13. Jahrhundert errichtet. In der Gruft darunter lassen mumifizierte Leichen die Besucher erschauern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Führung durch die Kapuzinergruft führt auch zu den Särgen von Kaiser Franz Joseph I. und Sisi. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Geisterbahn auf dem Prater: Der Tod schreckt die Menschen in Wien weniger als anderswo, könnte man meinen. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Der Wiener Prater ist in der kühleren Jahreszeit ein eher bedrückender Ort - denn die Menschenleere verleiht dem Ort etwas Tristes. Anders sieht das im Sommer aus. Foto: Peter Rigaud/Wien Tourismus/dpa-tmn

Pompös sind viele Gräber auf dem Zentralfriedhof in Wien. Der Ort ist eine berühmte Touristenattraktion. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Präsidentengruft am Zentralfriedhof vor der Luegerkirche - die Wiener hatten schon immer ein spezielles Verhältnis zum Tod. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Bestattungsmuseum in Wien gibt es seit 1967, heute liegt es auf dem Zentralfriedhof. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Holzsärge in der Michaelergruft: Sie wurden akribisch gesäubert und konserviert - und lassen so manchen Besucher erschaudern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das «Kaffeehaus Concordia» gegenüber dem Wiener Zentralfriedhof hat ein ganz spezielles Flair. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Sarg von Kaiserin Elisabeth I. - besser bekannt als Sisi - in der Kapuzinergruft. Dort liegen die Gebeine der Habsburger. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Im Bestattungsmuseum auf dem Wiener Zentralfriedhof bekommen Besucher unter anderem verschiedene Totengewänder zu sehen - und historische Leichenwagen. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Gertraud und Karl Kalisch in ihrer Wohnung in Wien. Warum die Wiener so morbid veranlagt sind, können sie sich nicht erklären. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

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Die Führung durch die Kapuzinergruft führt auch zu den Särgen von Kaiser Franz Joseph I. und Sisi. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Seit 1967 gibt es ein Bestattungsmuseum, es liegt heute auf dem Zentralfriedhof. In einer früheren Aufbahrungshalle sind Särge, Urnen oder Totengewänder zu sehen. Besucher können die beliebtesten Beerdigungslieder der Wiener anhören. Platz 1: Time to Say Goodbye, Platz 2: Ave Maria (von Bach), Platz 3: Ave Maria (von Schubert).

Auch das Zentrum Wiens ist ein einziger Friedhof. Die Innenstadt ist von Grüften und Katakomben durchzogen. Die Michaelergruft etwa liegt unterhalb der Michaelerkirche gegenüber der Hofburg, dem Sitz des Bundespräsidenten. In dem engen, dunklen Kellergewölbe ist es kalt, manche der Särge sind geöffnet. Der Besucher schaut auf mumifizierte Leichen, deren Perücken teils noch zu sehen sind.

Geisterbahn
Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

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Die Michaelerkirche gegenüber der Hofburg wurde ab dem 13. Jahrhundert errichtet. In der Gruft darunter lassen mumifizierte Leichen die Besucher erschauern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Führung durch die Kapuzinergruft führt auch zu den Särgen von Kaiser Franz Joseph I. und Sisi. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Geisterbahn auf dem Prater: Der Tod schreckt die Menschen in Wien weniger als anderswo, könnte man meinen. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Der Wiener Prater ist in der kühleren Jahreszeit ein eher bedrückender Ort - denn die Menschenleere verleiht dem Ort etwas Tristes. Anders sieht das im Sommer aus. Foto: Peter Rigaud/Wien Tourismus/dpa-tmn

Pompös sind viele Gräber auf dem Zentralfriedhof in Wien. Der Ort ist eine berühmte Touristenattraktion. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Präsidentengruft am Zentralfriedhof vor der Luegerkirche - die Wiener hatten schon immer ein spezielles Verhältnis zum Tod. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Bestattungsmuseum in Wien gibt es seit 1967, heute liegt es auf dem Zentralfriedhof. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Holzsärge in der Michaelergruft: Sie wurden akribisch gesäubert und konserviert - und lassen so manchen Besucher erschaudern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das «Kaffeehaus Concordia» gegenüber dem Wiener Zentralfriedhof hat ein ganz spezielles Flair. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Sarg von Kaiserin Elisabeth I. - besser bekannt als Sisi - in der Kapuzinergruft. Dort liegen die Gebeine der Habsburger. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Im Bestattungsmuseum auf dem Wiener Zentralfriedhof bekommen Besucher unter anderem verschiedene Totengewänder zu sehen - und historische Leichenwagen. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Gertraud und Karl Kalisch in ihrer Wohnung in Wien. Warum die Wiener so morbid veranlagt sind, können sie sich nicht erklären. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

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Geisterbahn auf dem Prater: Der Tod schreckt die Menschen in Wien weniger als anderswo, könnte man meinen. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

«Ist der Mozart auch hier unten?», will ein kleiner Junge wissen. «Na, aber sein Schwiegervater», sagt der Führer. Wo die Reste des Mannes sind, weiß keiner. Totenbücher geben zwar Aufschluss, wer in der Gruft liegt, die Särge selbst sind aber nicht mit Namen versehen.

Keinen Zweifel gibt es, wer in der Kapuzinergruft liegt: Wiens wohl berühmteste Gruft unterhalb eines schlichten Klosters beherbergt die Gebeine der Habsburger, die vom 12. Jahrhundert bis zum Ende der Monarchie 1918 regierten. 149 von ihnen finden sich in aufwendig verzierten Särgen. Tanja Dolnak, die mit ihrem Pagenschnitt und Seidenschal auch Luxusmode in der Innenstadt verkaufen könnte, konzentriert sich beim Rundgang durch die ausgeleuchtete Gruft auf die wichtigsten Herrscher und lässt auch die Ruhestätte von Österreichs berühmtester Kaiserin Sisi nicht aus. Frische Blumen liegen vor dem Sarg, Selfies macht niemand.

Wiener Prater
Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Michaelerkirche gegenüber der Hofburg wurde ab dem 13. Jahrhundert errichtet. In der Gruft darunter lassen mumifizierte Leichen die Besucher erschauern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Führung durch die Kapuzinergruft führt auch zu den Särgen von Kaiser Franz Joseph I. und Sisi. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Geisterbahn auf dem Prater: Der Tod schreckt die Menschen in Wien weniger als anderswo, könnte man meinen. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Der Wiener Prater ist in der kühleren Jahreszeit ein eher bedrückender Ort - denn die Menschenleere verleiht dem Ort etwas Tristes. Anders sieht das im Sommer aus. Foto: Peter Rigaud/Wien Tourismus/dpa-tmn

Pompös sind viele Gräber auf dem Zentralfriedhof in Wien. Der Ort ist eine berühmte Touristenattraktion. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Präsidentengruft am Zentralfriedhof vor der Luegerkirche - die Wiener hatten schon immer ein spezielles Verhältnis zum Tod. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Bestattungsmuseum in Wien gibt es seit 1967, heute liegt es auf dem Zentralfriedhof. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Holzsärge in der Michaelergruft: Sie wurden akribisch gesäubert und konserviert - und lassen so manchen Besucher erschaudern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das «Kaffeehaus Concordia» gegenüber dem Wiener Zentralfriedhof hat ein ganz spezielles Flair. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Sarg von Kaiserin Elisabeth I. - besser bekannt als Sisi - in der Kapuzinergruft. Dort liegen die Gebeine der Habsburger. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Im Bestattungsmuseum auf dem Wiener Zentralfriedhof bekommen Besucher unter anderem verschiedene Totengewänder zu sehen - und historische Leichenwagen. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Gertraud und Karl Kalisch in ihrer Wohnung in Wien. Warum die Wiener so morbid veranlagt sind, können sie sich nicht erklären. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

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Der Wiener Prater ist in der kühleren Jahreszeit ein eher bedrückender Ort - denn die Menschenleere verleiht dem Ort etwas Tristes. Anders sieht das im Sommer aus. Foto: Peter Rigaud/Wien Tourismus/dpa-tmn

Drastische Bilder finden sich im Kriminalmuseum, das abseits der Touristenströme in einem unscheinbaren Wohnhaus in der ruhigen Leopoldstadt untergebracht ist. Hier stellt die Stadt Folterwerkzeuge und Tatwaffen aus und illustriert die schauerlichsten Morde - teils mit Original-Leichenfotos. Das muss man aushalten können.

Auch in den berühmten Kaffeehäusern, von denen man nie genau weiß, ob man sie schwermütig oder dekadent finden soll, sitzt der Tod mit am Tisch. Schwarzgekleidete Kellner wirken in ihrer Ernsthaftigkeit nicht selten wie Sargträger. Die Gäste bestellen vor elf Uhr morgens Torte. Wer sich so ungezwungen mit dem Tod befasst wie die Wiener, genießt vielleicht auch das Leben mehr.

Zentralfriedhof
Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Falco-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof: Fans pilgern oft hierher und huldigen dem Musiker. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Michaelerkirche gegenüber der Hofburg wurde ab dem 13. Jahrhundert errichtet. In der Gruft darunter lassen mumifizierte Leichen die Besucher erschauern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Führung durch die Kapuzinergruft führt auch zu den Särgen von Kaiser Franz Joseph I. und Sisi. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Geisterbahn auf dem Prater: Der Tod schreckt die Menschen in Wien weniger als anderswo, könnte man meinen. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Der Wiener Prater ist in der kühleren Jahreszeit ein eher bedrückender Ort - denn die Menschenleere verleiht dem Ort etwas Tristes. Anders sieht das im Sommer aus. Foto: Peter Rigaud/Wien Tourismus/dpa-tmn

Pompös sind viele Gräber auf dem Zentralfriedhof in Wien. Der Ort ist eine berühmte Touristenattraktion. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Die Präsidentengruft am Zentralfriedhof vor der Luegerkirche - die Wiener hatten schon immer ein spezielles Verhältnis zum Tod. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das Bestattungsmuseum in Wien gibt es seit 1967, heute liegt es auf dem Zentralfriedhof. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Holzsärge in der Michaelergruft: Sie wurden akribisch gesäubert und konserviert - und lassen so manchen Besucher erschaudern. Foto: Christian Fürthner/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Das «Kaffeehaus Concordia» gegenüber dem Wiener Zentralfriedhof hat ein ganz spezielles Flair. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Sarg von Kaiserin Elisabeth I. - besser bekannt als Sisi - in der Kapuzinergruft. Dort liegen die Gebeine der Habsburger. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

Im Bestattungsmuseum auf dem Wiener Zentralfriedhof bekommen Besucher unter anderem verschiedene Totengewänder zu sehen - und historische Leichenwagen. Foto: Manfred Seidl/B&F Wien/dpa-tmn

Gertraud und Karl Kalisch in ihrer Wohnung in Wien. Warum die Wiener so morbid veranlagt sind, können sie sich nicht erklären. Foto: Alexandra Stahl/dpa-tmn

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Pompös sind viele Gräber auf dem Zentralfriedhof in Wien. Der Ort ist eine berühmte Touristenattraktion. Foto: Schaub-Walzer/wien.gv.at/PID/dpa-tmn

Der Prater, Wiens großer Vergnügungspark, hat das ganze Jahr offen. Aber auch hier ist es eher bedrückend. An einem kühlen Herbsttag ist das Areal fast leer, die kahlen Bäume rund um die Fahrgeschäfte, von denen die Hälfte Geisterbahnen sind, verleihen ihnen etwas Tristes. «Rechts a Gspenst, links a Gspenst!», scheppert es aus den Lautsprechern, und es könnte jetzt gut auch 1970 sein.

«Die Geisterbahnen waren das Größte für uns», erzählt Karl Kalisch, ein 86 Jahre alter Österreicher, der seit Jahrzehnten mit seiner 71 Jahre alten Frau Gertraud in Wien lebt. Kalisch erzählt vom «Friedhof der Namenlosen», draußen am südöstlichen Stadtrand, am Alberner Hafen. Es ist die letzte Ruhestätte für Selbstmörder, die keiner identifiziert oder Menschen ohne Angehörige. «Das gibt es doch in anderen Städten nicht», ist er sicher. Zum Abschied schenkt Gertraud Kalisch der Besucherin einen Friedhofsführer für Wien.

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