Bochum (dpa/tmn) - Man kennt es selbst, je mehr man den Schmerz fürchtet, desto mehr verkrampft man sich. Besonders problematisch ist das für chronische Schmerzpatienten. Experten raten daher, den Körper gezielt zu trainieren.

Übungen zur Körperwahrnehmung können chronisch Schmerzkranken helfen, wieder Vertrauen in ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu gewinnen. Aufgrund ihrer langjährigen Erkrankung leiden Betroffene oft unter einem Teufelskreis aus Schmerzerfahrung, Anspannung und Angst vor neuen Schmerzen, wie Ute Repschläger vom Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten in Bochum erläutert. Elemente aus der Atemtherapie oder Gleichgewichtsübungen können dabei helfen, dem eigenen Körper wieder etwas zuzutrauen.

Daneben sollten Betroffene ihre Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer trainieren. So bleibt die Funktion von Muskeln, Sehnen und Gelenken erhalten - beziehungsweise sie verbessert sich. Außerdem werden dadurch körpereigene Schmerzhemmstoffe ausgeschüttet und die Schmerzreizschwelle steigt: Schmerzreize werden weniger intensiv wahrgenommen. Darüber hinaus empfiehlt Repschläger Entspannungsmethoden wie Yoga, Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training. Auch Massagen könnten sinnvoll sein, um Muskulatur und das Bindegewebe lockern.

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