Krefeld (dpa/tmn) - Bei Kribbeln an den Füßen, Unterschenkeln oder Händen sollten Diabetiker unverzüglich zum Arzt gehen. Denn es kann ein erster Hinweis auf eine Nervenschädigung sein, warnt Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) in Krefeld.

Auch ein pelziges und taubes Gefühl sowie Schmerzen an Füßen während der Nacht könnten Anzeichen für die sogenannte Polyneuropathie sein. Die Beschwerden beginnen schleichend und nehmen immer mehr zu. Wird die Erkrankung früh erkannt, lässt sie sich gut behandeln und ein Fortschreiten verzögern. Sind die Nerven eines Diabetikers aber bereits stark geschädigt, verändern oder verringern sie ihre Funktion. Dadurch kann es zu fehlerhaften Wahrnehmungen und Schmerzen oder durch Unempfindlichkeit gegenüber Wärmereizen zu unbemerkten Verletzungen kommen, die weitere Probleme nach sich ziehen.

Wie die diabetische Polyneuropathie entsteht, ist Beil zufolge noch nicht ganz klar. Sicher ist aber, dass über längere Zeit erhöhte Blutzuckerwerte dazu beitragen. Ein guter Schutz ist daher eine optimale Blutzuckereinstellung, daneben helfen auch eine gesunde Ernährung und Sport.

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