Dehnen nicht bei Krafttraining
Vor allem bei Krafttraining kann Dehnen sogar negative Effekte verursachen. Foto: Oliver Multhaup

Vor allem bei Krafttraining kann Dehnen sogar negative Effekte verursachen. Foto: Oliver Multhaup

dpa

Vor allem bei Krafttraining kann Dehnen sogar negative Effekte verursachen. Foto: Oliver Multhaup

Köln (dpa/tmn) - Vor dem Sport sollte ausgiebig gedehnt werden, damit die Muskeln aufgewärmt sind - das ist aber nicht immer so. Experten warnen, dass man damit das Verletzungsrisiko auch erhöhen kann.

Dehnübungen vor dem Krafttraining schützen nicht vor Verletzungen. «Es können im Gegenteil sogar negative Effekte auftreten», warnt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. «Ein langes Dehnprogramm vor dem Krafttraining kann eine Leistungsminderung hervorrufen.» Gerade bei Bewegungen zum Trainieren der Schnellkraft wie dem Gewichteheben sei ein Dehnprogramm kontraproduktiv.

«Vor dem Krafttraining sollten Sie maximal ein sehr kurzes und dynamisches Dehnen durchführen», rät der Wissenschaftler daher. «Sie sollten die Muskeln vorbereiten, die Sie auch im Folgenden trainieren wollen, da sich die Durchblutungssituation verbessert und der Muskel sich mechanisch auf eine Anstrengung einstellt.»

Hinterher ist Dehnen ebenfalls keine gute Idee. Denn die zum Teil sehr hohen muskulären Belastungen beim Krafttraining können laut Froböse kleine Mikroverletzungen hervorrufen. «Diese Mikroverletzungen können durch ein intensives Dehnprogramm verschlimmert werden. Insbesondere nach dem Krafttraining daher kein Dehnen», empfiehlt er deshalb.

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