Schönheitsoperationen an der Brust haben ihren Preis - Angebote unter 5000 Euro sind häufig unseriös.
Schönheitsoperationen an der Brust haben ihren Preis - Angebote unter 5000 Euro sind häufig unseriös.

Schönheitsoperationen an der Brust haben ihren Preis - Angebote unter 5000 Euro sind häufig unseriös.

dpa

Schönheitsoperationen an der Brust haben ihren Preis - Angebote unter 5000 Euro sind häufig unseriös.

München (dpa/tmn) - Schönheitsoperationen an der Brust sollten nicht viel weniger als 5000 Euro kosten. Denn bei sehr niedrigen OP-Preisen sei es wahrscheinlich, dass der Arzt minderwertige Implantate verwendet.

Kostet eine Schönheitsoperation viel weniger als 5000 Euro, könne es sein, dass minderwertige Implantate zum Einsatz kommen. Davor warnt Prof. Ernst Magnus Noah von der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) in München. Unabhängig davon sei allerdings jede Operation riskant: Erst am Donnerstag (20. Januar) ist eine aus der Fernsehsendung «Big Brother» bekannte Erotikdarstellerin nach einer Brust-OP gestorben. Die Todesursache ist der Staatsanwaltschaft Hamburg zufolge noch unklar.

Wer sich trotz der generellen Operationsrisiken Brustimplantate einsetzen lassen will, sollte auf einige Qualitätsmerkmale achten. Auf Schönheitschirurgie spezialisierte Ärzte seien häufig in Fachgesellschaften wie der VDÄPC organisiert, die von ihren Mitgliedern regelmäßige Fortbildungen verlangen - und diese Expertise hat ihren Preis. Ein seriöser Arzt nimmt laut Noah für den Eingriff zwischen etwa 5500 und 8500 Euro. Für das erste Vorgespräch sollte sich der Mediziner dann außerdem Zeit nehmen: 30 bis 60 Minuten müsste es in der Regel dauern, und es sollte sich nicht nur um die Frage nach der angestrebten Körbchengröße drehen.

Zentral sei vielmehr die «Arzt-Patienten-Interaktion», sagte Noah: «Der Arzt muss alles abfragen, aber der Patient muss auch alles erzählen.» Nur so könnten Arzt und Patientin gemeinsam den optimalen Zeitpunkt für die OP herausfinden. So dürfe die Frau zum Beispiel zehn Tage vorher kein Aspirin nehmen und sollte am besten vier Wochen vorher das Rauchen einstellen. Auch dürfe sie nicht zu schlank sein oder gesundheitliche Probleme wie Herzfehler verschweigen - das alles seien Risikofaktoren bei der Narkose und der Wundheilung, erläuterte der Chirurg.

Im Gespräch sollte sich die Patientin auch über die Nachbehandlung informieren: Ist unmittelbar nach der OP jemand bei ihr? Und kann sie auch 24 Stunden später jederzeit sofort den Chirurgen erreichen? Hat sie in den ersten 14 Tagen nach der OP regelmäßig Termine zur Nachuntersuchung bei ihm? Bei einem seriösen Arzt könnte das Gespräch auch dazu führen, dass er die Patientin aus Gesundheitsgründen ablehnt. Die Vereinigung hat unter eine Beratungs-Checkliste für Schönheitsoperationen zusammengestellt.

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