Köln (dpa/tmn) - Zum Großteil lässt sich die Ursache von erhöhtem Blutdruck nicht ermitteln. Statt direkt zu Medikamenten zu greifen, können Betroffene ihr Problem mit Sport, Diät und Gewichtsreduzierung in Angriff nehmen.

Bluthochdruck muss nicht immer medikamentös behandelt werden. Nach Angaben des Kölner Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG), können Betroffene mit viel Bewegung, salzarmem Essen und Gewichtsabnahme ihren hohen Blutdruck in den Griff bekommen. Statt salzhaltiger Nahrungsmittel wie Chips, Salzgebäck, gepökeltem und geräuchertem Fleisch sowie vielen Käsesorten, sollten Betroffene lieber auf frische und unbehandelte Lebensmittel umsteigen. Dazu gehören Fisch, Fleisch und viele Milchprodukte, wie Joghurt und Quark.

Zudem sorgt Sport für trainierte und elastische Blutgefäße und senkt auf Dauer den Bluthochdruck. Doch eine gesunde Lebensweise bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor der Krankheit. Trotz Bewegung, gesunder Ernährung und einem schlanken Körper gibt es genügend Menschen, die unter hohem Blutdruck leiden, so das IQWIG. Laut IQWIG sind in etwa 95 Prozent der Fälle die genauen Ursachen für Bluthochdruck unbekannt.

Bei der Blutdruckmessung unterscheidet man zwei Werte: den systolischen, wenn sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Gefäße pumpt, und den diastolischen Blutdruck, wenn der Herzmuskel wieder erschlafft ist. Dieser Wert ist niedriger. Ein normaler Blutdruck liegt bei Erwachsenen unter 140/ 90.

Ist der Blutdruck allerdings sehr hoch, empfehlen Experten meist eine unmittelbare Behandlung mit Medikamenten. Das gilt, wenn der systolische Blutdruck, also der höhere Wert, über 180 liegt. Mit dem richtigen Medikament kann der hohe Blutdruck behandelt und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie ein Schlaganfall oder Herzinfarkt, verringert werden.

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