Eine Frau raucht in Berlin eine Zigarette. Foto: Christoph Schmidt
Eine Frau raucht in Berlin eine Zigarette. Foto: Christoph Schmidt

Eine Frau raucht in Berlin eine Zigarette. Foto: Christoph Schmidt

dpa

Eine Frau raucht in Berlin eine Zigarette. Foto: Christoph Schmidt

Berlin (dpa/tmn) - Frauen, die rauchen und die Pille nehmen, bekommen Thrombose - heißt es zumindest häufig. Aber stimmt das eigentlich? Natürlich nicht sofort und auch nicht immer, sagt Gabriele Gossing, leitende Oberärztin an der Klinik für Geburtsmedizin der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Das Risiko sei etwa um das Dreifache erhöht. Die Mechanismen, die dahinterstecken, sind vielfältig: Zum einen schädigt Rauchen die Gefäßwände, so dass ein Verschluss leichter möglich wird, wie Gossing erklärt. Außerdem verengen sich durch das Nikotin die Gefäße, und bei Rauchern nehme die Anzahl der roten Blutzellen, also der Sauerstoffträger, als Ausgleich zu. Damit verändere sich die Fließeigenschaft des Blutes negativ. Zum anderen gerinne das Blut durch einige Inhaltsstoffe der Pille leichter. «Dadurch steigt das Risiko zusätzlich an.» Deshalb sagt Gossing: «Wenn eine Frau sich entschieden hat zu rauchen, sollte sie besser alternative Verhütungsmethoden wie eine Spirale verwenden.»

Gleiches gilt für Frauen, die schon einmal eine Thrombose hatten. Ist der Gefäßverschluss in der Familie bereits aufgetreten, sollte ein Spezialist mit einer sogenannten Gerinnungsdiagnostik untersuchen, ob die Pille in Bezug auf das Thrombose-Risiko das geeignete Verhütungsmittel ist.

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