Ein Mann steht vor einem Schaufenster
Bei der «arteriellen Verschlusskrankheit» schmerzen die Beine beim Gehen - erst im Stehen erholen sich die Muskeln und werden wieder mit Sauerstoff versorgt. Foto: Jens Schierenbeck

Bei der «arteriellen Verschlusskrankheit» schmerzen die Beine beim Gehen - erst im Stehen erholen sich die Muskeln und werden wieder mit Sauerstoff versorgt. Foto: Jens Schierenbeck

dpa

Bei der «arteriellen Verschlusskrankheit» schmerzen die Beine beim Gehen - erst im Stehen erholen sich die Muskeln und werden wieder mit Sauerstoff versorgt. Foto: Jens Schierenbeck

München (dpa/tmn) - Jeder Schritt zur Last wird, weil die Beine schmerzen: Doch nicht immer sind angeknackste Gelenke und gezerrte Muskeln oder Sehnen die Ursache dafür.

Zwingen Beschwerden in den Beinen einen Betroffenen nach kurzer körperlicher Aktivität dazu, vorübergehend stillzustehen, könnte dahinter auch eine Durchblutungsstörung stecken. Darauf weist Norbert Smetak, Vorsitzender des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK) in München, hin.

Klassische Merkmale der auch periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK, «Schaufensterkrankheit») genannten Erkrankung seien krampfartige Schmerzen in der Wade. Außerdem fühle sich das Bein kalt an, sei blass und der Puls jenseits des Arterienverschlusses nicht mehr tastbar. Frauen haben Smetak zufolge oft sogar Schmerzen im gesamten Bein oder aber nur in der Ferse.

Ist eine Arterie komplett verschlossen, kann es sein, dass sich der Betroffene nicht mehr bewegen kann oder gar einen Schock erleidet. Ist die Durchblutung längere Zeit behindert, muss im schlimmsten Fall das Bein amputiert werden. Daher ist eine rechtzeitige Behandlung mit Medikamenten oder Operation wichtig.

Gestört werden kann die Durchblutung unter anderem durch zunehmende Arterienverkalkung, die Ausdehnung von Arterienwänden oder entzündliche Gefäßerkrankungen. Besonders gefährdet sind Raucher, Übergewichtige, Diabetiker sowie Menschen mit erhöhtem Blutdruck oder Cholesterinspiegel. Dem BNK zufolge sind etwa 15 bis 25 Prozent der Menschen über 65 Jahren von der PAKV betroffen.

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