Neumünster (dpa/tmn) - Hält Heiserkeit länger als drei Wochen an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Im schlimmsten Fall könne die Heiserkeit nämlich ein frühes Symptom von Kehlkopfkrebs sein, sagt Doris Hartwig-Bade vom Berufsverband Deutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Auch eine dauerhaft veränderte Stimme, Reizhusten und das Gefühl, im Hals einen Fremdkörper zu haben, sind mögliche Anzeichen. Später gesellen sich bei einem bösartigen Kehlkopftumor Schluckstörungen, Halsschmerzen und Atemnot hinzu.

Besonders anfällig für Kehlkopfkrebs sind Raucher. Aber auch Alkoholkonsum trägt dazu bei, vor allem in Verbindung mit Nikotingenuss. Wer im Beruf mit Asbest oder Nickel zu tun hat oder mit bestimmten Viren infiziert ist, hat ein erhöhtes Risiko zu erkranken. Dem Verband zufolge sind zurzeit rund 3400 Männer und 500 in Deutschland an Kehlkopfkrebs erkrankt. Betroffene sind bei der Diagnose im Durchschnitt 63 Jahre alt.

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