Berlin (dpa/tmn) - Das Angebot klingt gut und kostet nur halb so viel wie zu Hause, trotzdem warnen Experten vor den unkalkulierbaren Risiken, die eine Schönheitsoperation im Ausland mit sich bringen kann.

Patienten sollten sich nicht allein aus finanziellen Gründen für eine Schönheitsoperation im Ausland entscheiden. Möglicherweise spart der dortige Anbieter an der Ausstattung des OP-Saals, an qualifiziertem Personal oder der in Deutschland üblichen Haftpflichtversicherung. Außerdem kämen nach der Rückkehr nach Deutschland in aller Regel Kosten für Nachbehandlungen wie Verbandswechsel hinzu, erläutert die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) in einem neuen Ratgeber. Diese müsse der Patient selbst tragen.

Schon im Vorfeld könnten sprachliche Hürden die persönliche Beratung erschweren, warnt die Gesellschaft. Eine gute Verständigung sei aber wichtig, um Vertrauen in den Arzt zu gewinnen und eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten. Das erste Gespräch sollte außerdem deutlich vor dem Operationstermin stattfinden. Von einem Eingriff absehen sollten Interessierte darüber hinaus, wenn sie an der Qualifikation des Arztes zweifeln. Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie müssen in Deutschland eine sechsjährige Ausbildung absolvieren.

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