Augentropfen ohne Konservierungsmittel verwenden
Werden Augentropfen regelmäßig verwendet, sollten sie keine Konservierungsstoffe enthalten. Foto: Marina Leunig

Werden Augentropfen regelmäßig verwendet, sollten sie keine Konservierungsstoffe enthalten. Foto: Marina Leunig

dpa

Werden Augentropfen regelmäßig verwendet, sollten sie keine Konservierungsstoffe enthalten. Foto: Marina Leunig

München (dpa) - «Ohne Konservierungsstoffe» ist auch bei Augentropfen manchmal besser. Patienten mit Glaukom etwa sollten darauf achten, Kontaktlinsenträger ebenfalls. Konservierungsstoffe können die Augen reizen und schlimmstenfalls eine chronische Entzündung auslösen.

Patienten mit bestimmten chronischen Augenerkrankungen sollten Augentropfen ohne Konservierungsmittel benutzen. Auch wer eine Allergie gegen diese Mittel hat oder Kontaktlinsen trägt, sollte zu Arznei ohne Haltbarmacher greifen, rät die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) in München. Denn Tropfen zum Beispiel mit dem gängigen Konservierungsstoff Benzalkoniumchlorid könnten zu einer chronischen Entzündung der Augenoberfläche führen, wenn sie lange und oft angewendet werden.

Das betreffe vor allem Menschen mit dem Krankheitsbild des Trockenen Auges oder mit Glaukom (Grüner Star). Allenfalls bei kurzzeitigem und seltenem Gebrauch seien konservierungsstoffhaltige Augentropfen unbedenklich. Die Haltbarmacher sind nach Angaben der DOG gesetzlich für Augentropfen vorgeschrieben, die länger als 24 Stunden angewendet werden. Sie sollen verhindern, dass sich Bakterien oder Pilze darin vermehren.

Da auch alternative Konservierungsmittel die Augen manchmal reizen können, hält die DOG davon freie Augentropfen für die sicherste Wahl. Erhältlich sind verschiedene Varianten: Einige Behälter haben versilberte Stahlventile, die das Eindringen von Krankheitserregern verhindern. Andere haben einen Filter, der den Haltbarmacher vor dem Kontakt mit dem Auge abfängt.

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