Geflügelfleisch-Auslage
Wer sichergehen möchte, kann auf Bio-Produkte zurückgreifen - oder ganz auf Eier und Geflügel verzichten.

Wer sichergehen möchte, kann auf Bio-Produkte zurückgreifen - oder ganz auf Eier und Geflügel verzichten.

dpa

Wer sichergehen möchte, kann auf Bio-Produkte zurückgreifen - oder ganz auf Eier und Geflügel verzichten.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wegen des Dioxin-Skandals sollten Verbraucher derzeit auf Eier und Geflügel lieber verzichten - oder auf Bioprodukte zurückgreifen. Das empfiehlt Bernhard Burdick, Ernährungsexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Dies gelte erst recht für Kinder und Schwangere. «Um sich keinem Risiko auszusetzen, sollte man auf den Konsum derzeit verzichten», sagte Burdick am Mittwoch (5. Januar) in Düsseldorf. «Es sind zwar einzelne Kennnummern veröffentlicht von Eiern, die belastet sind. Aber wir wissen nicht, welche unbelastet sind.» Eine Ausnahme seien nach derzeitigem Stand Bioprodukte. Denn Bio-Produzenten dürften die vom Dioxin-Skandal betroffenen Futtermittel grundsätzlich nicht verwenden.

«Dioxine reichern sich im Fettgewebe an, und es gibt keine unmittelbare Dosis-Wirkung-Beziehung», sagte Burdick. Deswegen sollten dioxinbelastete Eier grundsätzlich gemieden und auch nicht in geringen Mengen verzehrt werden. Bei Schweine- und Rindfleisch stufte der Verbraucherschützer die Gefahr als vermutlich deutlich geringer ein: «Die belasteten Mischfette sind dort kein wesentlicher Bestandteil des Futters wie beim Hühnerfutter.»

Auch bestimmte Formen der Zubereitung von Eiern verringerten das Dioxin nicht - es könne nur bei sehr hohen Temperaturen verbrannt werden. Auch der Eier- oder Geflügelkauf direkt bei einem Erzeuger in der Nähe schütze nicht automatisch vor Dioxin. Entscheidend sei, welches Futtermittel der Landwirt verwendet hat, sagte der Experte.

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