Depression oder Winterblues?
Die kalte Jahreszeit macht oft antriebslos. Hinter dem Winterblues kann sich aber auch eine Depression verstecken. Foto: Julian Stratenschulte

Die kalte Jahreszeit macht oft antriebslos. Hinter dem Winterblues kann sich aber auch eine Depression verstecken. Foto: Julian Stratenschulte

dpa

Die kalte Jahreszeit macht oft antriebslos. Hinter dem Winterblues kann sich aber auch eine Depression verstecken. Foto: Julian Stratenschulte

Krefeld (dpa/tmn) - Halten Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit im Winter länger an, sollten Betroffene das nicht als saisonales Stimmungstief abtun. Denn wenn diese Anzeichen 14 Tage am Stück vorhanden sind, kann dahinter eine echte Depression stecken.

Wenn jemand mehr als zwei Wochen lang niedergeschlagen ist, kann er möglicherweise an einer Depression leiden. Darauf weist Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) in Krefeld hin. Am besten kläre ein Arzt den Verdacht ab. Je früher eine Depression behandelt werde, desto milder verlaufe sie und desto besser seien Heilungsaussichten. Bei mehr als 80 Prozent der Erkrankten habe eine Behandlung Erfolg.

Oft schaffen die Patienten es aber nicht von allein, sich professionelle Hilfe zu suchen. Verwandte oder Freunde sollten sie daher unterstützen - etwa indem sie den Verdacht auf eine Depression thematisieren. Danach können sie weiteren Beistand geben, indem sie einen Termin beim Facharzt vereinbaren und den Betroffenen dorthin begleiten. Laut Roth-Sackenheim kann sich eine Depression neben einer gedrückten Stimmung auch durch körperliche Erschöpfung und Schmerzzustände bemerkbar machen.

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