Umstellung auf Sommerzeit
Manch einem macht der Zeiten- und Wetterwechsel im Frühling heftig zu schaffen. Foto: Kai Remmers

Manch einem macht der Zeiten- und Wetterwechsel im Frühling heftig zu schaffen. Foto: Kai Remmers

dpa

Manch einem macht der Zeiten- und Wetterwechsel im Frühling heftig zu schaffen. Foto: Kai Remmers

Hannover (dpa) - Am Wochenende wird wieder an der Uhr gedreht: In der Nacht zum Sonntag (25. März) beginnt die Sommerzeit. Wie wirkt sich das auf die Gesundheit aus? Und wie merkt man sich, ob die Uhr vor- oder zurückgedreht wird? Ein Überblick zur Zeitumstellung.

Gibt es eine Eselsbrücke für die Zeitumstellung?

Viele Menschen kommen immer wieder damit durcheinander, ob die Uhren vor- oder zurückgestellt werden. Einige Eselsbrücken helfen bei der Orientierung - etwa diese: Im Frühling stellt man Tische und Stühle vor das Haus, im Herbst zurück in den Schuppen. Mit anderen Worten: Im Frühjahr wird die Uhr von 2.00 auf 3.00 Uhr vorgestellt, im Herbst von 3.00 auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Wer es sich trotzdem nicht merken kann: Funkuhren tun das automatisch.

Wie wirkt sich die Umstellung auf den Körper aus?

Eine Stunde Schlaf weniger - das klingt nach keinem großen Unterschied. Trotzdem bringt die Zeitumstellung empfindliche Menschen für Tage oder sogar für Wochen aus ihrem Rhythmus. Denn jeder gesunde Mensch hat seine eigene innere Uhr. «Sie sitzt im Gehirn in der unteren Etage, und zwar im Hypothalamus», erklärt Prof. Horst-Werner Korf, Direktor des Senckenbergischen Instituts für Chronomedizin in Frankfurt/Main. Dort wird das vegetative Nervensystem gesteuert. Der Hypothalamus ist damit unter anderem mit für den Blutdruck, die Nahrungsaufnahme und für den Schlaf zuständig. Eine Auswirkung der Umstellung im Frühjahr: Viele Menschen kommen schlecht aus dem Bett, weil es draußen noch dunkel ist.

Spart die Zeitumstellung wirklich Energie?

Durch die Zeitumstellung - so ein Argument der Befürworter - könne man das Tageslicht besser ausnutzen und Energie sparen. Das Umweltbundesamt bestätigt diese Annahme aber nicht. Zwar werde weniger Strom für die Beleuchtung verbraucht; weil aber die Hauptheizzeit in die kühleren Morgenstunden verlegt werde, steige der Verbrauch an Heizenergie. «Aus umweltpolitischer Sicht besteht keine Notwendigkeit für eine Beibehaltung der mitteleuropäischen Sommerzeit in Deutschland», schrieb die Behörde bereits 2005 in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage mehrerer Bundestagsabgeordneter.

Seit wann gibt es Sommer- und Winterzeit?

In Deutschland wurden die Uhren erstmals 1916 umgestellt, mitten im Ersten Weltkrieg. Danach gab es Jahre mit und ohne Umstellung. 1977 führten die meisten Länder der Europäischen Gemeinschaft eine Sommerzeit ein. In Deutschland wurde die jetzt gültige Zeitumstellung von der Normal- oder Winterzeit auf die Sommerzeit 1980 eingeführt. Seit 2001 ist die Zeitumstellung für alle EU-Mitgliedstaaten verbindlich festgelegt.

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