Wer Hartz-IV empfängt muss künftig für einen Teil der Zusatzbeiträge seiner Krankenkasse selbst aufkommen.
Wer Hartz-IV empfängt muss künftig für einen Teil der Zusatzbeiträge seiner Krankenkasse selbst aufkommen.

Wer Hartz-IV empfängt muss künftig für einen Teil der Zusatzbeiträge seiner Krankenkasse selbst aufkommen.

dpa

Wer Hartz-IV empfängt muss künftig für einen Teil der Zusatzbeiträge seiner Krankenkasse selbst aufkommen.

Berlin (dpa/tmn) - Hartz-IV-Empfänger müssen für einen Teil der Zusatzbeiträge ihrer Krankenkasse künftig unter Umständen selbst aufkommen. Erste Kassen hätten betroffene Mitglieder jetzt dazu verpflichtet, so die Stiftung Warentest in Berlin.

Krankenkassen, die mit den Beiträgen nicht auskommen, dürfen von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag verlangen. Für den durchschnittlichen Zusatzbeitrag, der jährlich von der Bundesregierung festgelegt wird, müssen Hartz-IV-Empfänger den Angaben zufolge nicht selbst aufkommen: Der Gesundheitsfonds übernimmt die Zahlung an die Krankenkasse. Das Problem: Ist der Zusatzbeitrag bei einer Kasse höher als der durchschnittliche Beitrag, entgeht den Kassen Geld.

Die Gesundheitsreform habe für die Kassen aber eine Regelung geschaffen, die es ihnen ermögliche, diesen Fehlbetrag von betroffenen Mitgliedern einzufordern, erklärt die Stiftung Warentest. Dazu müssten sie nur ihre Satzung ändern. Sechs Kasssen hätten dies bereits getan.

Betroffene Mitglieder hätten aufgrund dieser Satzungsänderung kein Sonderkündigungsrecht. Dies bestehe nur, wenn die Kasse den Zusatzbeitrag erhöht oder erstmals verlange. Doch die meisten Kassen verlangen den Zusatzbeitrag in unveränderter Höhe.

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