Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Kunden sollten sich an der Umlaufrendite orientieren, bevor sie einen Kredit aufnehmen. Steige dieser Wert, sei auch mit steigenden Zinsen zu rechnen, erklärt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH.

Falle die Umlaufrendite, würden auch die Zinsen sinken. Vor einem Vertragsabschluss könnte dies für Kunden ein wichtiger Indikator sein. Die Umlaufrendite ist die durchschnittliche Rendite aller im Umlauf befindlichen inländischen festverzinslichen Wertpapiere erster Bonität, also vor allem Staatsanleihen. Sie wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt und spiegelt das Zinsniveau des Kapitalmarktes wider. Seit Jahresbeginn ist sie leicht gestiegen: von 2,55 Prozent Anfang Januar auf aktuell 2,73 Prozent.

Diese Entwicklung zeige sich auch bei den Hypothekenzinsen, sagt Herbst. Auch hier seien die Zinssätze in den vergangenen Wochen leicht gestiegen. Laut FMH liegen die durchschnittlichen Zinsen für einen Hypothekenkredit mit einer Laufzeit von zehn Jahren derzeit bei 3,87 Prozent und damit 0,02 Prozentpunkte höher als Anfang Januar.

Die im Text genannten Zinssätze wurden erhoben am 18. Januar 2011.

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