Ermäßigungen gibt es nur noch für eine ganz kleine Gruppe von Menschen.

Auch Menschen, die nur über ihren Computer TV-Sendungen schauen, müssen jetzt den vollen Beitrag zahlen.
Auch Menschen, die nur über ihren Computer TV-Sendungen schauen, müssen jetzt den vollen Beitrag zahlen.

Auch Menschen, die nur über ihren Computer TV-Sendungen schauen, müssen jetzt den vollen Beitrag zahlen.

dpa

Auch Menschen, die nur über ihren Computer TV-Sendungen schauen, müssen jetzt den vollen Beitrag zahlen.

Düsseldorf. Für den neuen Rundfunkbeitrag gilt: „Eine Wohnung, ein Beitrag.“ Gleich, ob Pärchen, Großfamilie oder Vierer-WG: Es wird nur einmal gezahlt. Wie hoch ist der Beitrag? Es werden 17,98 Euro pro Monat fällig. Einen reduzierten Satz für Zeitgenossen ohne Fernseher gibt es nicht mehr. Eine Beitragsermäßigung beziehungsweise Befreiung können nur sehr arme Mitbürger, Bafög-Empfänger und ein Teil der behinderten Menschen beantragen.

In Fällen, in denen Verbraucher künftig mehr bezahlen, gilt: Der neue Beitragsservice darf die höheren Beiträge vom Konto abbuchen ohne eine vorhandene Einzugsermächtigung erneut einzuholen.

Was ist eigentlich mit der Zweitwohnung? Für die fällt ein eigener Rundfunkbeitrag an.

Wie viel muss man für das Auto zahlen? Nichts, sofern man es privat nutzt. Das ist mit dem Haushaltsbeitrag abgegolten.

Was ändert sich für Firmen? Die Höhe des Beitrags für Firmen, Verbände und Institutionen richtet sich nach der Anzahl der Niederlassungen, Beschäftigten und Dienstwagen. Große Unternehmen müssen mehr zahlen als kleine. Für Schulen, Universitäten, Polizei, Feuerwehren oder Jugendheime gelten Ausnahmen.

Was gilt für Selbstständige und Freiberufler? Wer als Selbstständiger oder Freiberufler seinen Arbeitsplatz in einer Privatwohnung eingerichtet hat, für die bereits der Rundfunkbeitrag gezahlt wird, muss keinen weiteren Beitrag leisten. Es fällt aber der Beitrag fürs (auch betrieblich genutzte) Fahrzeug an: monatlich 5,99 Euro pro Auto.

Warum hat mein Nachbar Post bekommen und ich nicht? ARD, ZDF und Deutschlandradio haben nur diejenigen Haushalte vorab informiert, für die das neue Beitragsmodell Mehrkosten mit sich bringen kann.

Wozu eigentlich diese Reform? Die öffentlich-rechtlichen Sender berufen sich auf den Fortschritt der Technik. Die Ära von Radio und Fernsehen sei vorbei, mit Computern und Smartphones könnten die Bürger alle Programme genauso verfolgen. Deswegen sei das klassische Gebührensystem veraltet. Das neue Modell macht überdies die ungeliebten GEZ-Fahnder überflüssig.

Bringt die Reform den Sendern mehr Geld? Die Stellungnahme der Sender lautet: Mehr- oder Mindereinnahmen durch das neue Finanzierungsmodell lassen sich erst ermitteln, wenn diese weitreichende Reform umgesetzt ist.

Wohin mit Fragen? Die Verbraucherzentrale NRW hat eine Hotline geschaltet: 0211/3809260. iff/dpa

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