Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Dem Ruf des einfachen Geldes besser widerstehen: Anleger sollten sich auf der Suche nach guten Zinssätzen nicht von jedem Angebot verlocken lassen.

Zwar böten ausländische Banken oft höhere Zinsen, sagt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH. Allerdings sollte dabei auch auf eine ausreichende Finanzkraft der Bank geachtet werden. Laut FMH bieten einige ausländische Institute für Tagesgeldanlagen von 1000 bis 50 000 Euro Zinssätze zwischen 1,75 Prozent und 2,20 Prozent an. Bei einer Anlage von 50 000 Euro über einen Zeitraum von drei Monaten könnten damit rund 25 Euro mehr erwirtschaftet werden als bei einer Anlage bei einem inländischen Institut.

Neben der Finanzkraft der Bank sei auch die Zahlungsfähigkeit des betreffenden Staates wichtig, sagt Herbst. Denn letztlich müsse der Staat die Einlagen der Kunden erstatten, sollte die Bank insolvent gehen. Ab 2011 würden sich aber die Bedingungen für eine Anlage innerhalb der EU verbessern. Die gesetzliche Einlagensicherung steigt ab dem 1. Januar von derzeit 50 000 Euro auf 100 000 Euro.

Stichtag: Die genannten Zinssätze wurden erhoben am 21. Dezember 2010.

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