Keine höheren Hartz-IV-Sätze für stillende Mütter
Heißhunger während der Stillzeit? Die Richter sahen es als nicht erforderlich an, den Satz für stillende Mütter zu erhöhen. Foto: Patrick Pleul

Heißhunger während der Stillzeit? Die Richter sahen es als nicht erforderlich an, den Satz für stillende Mütter zu erhöhen. Foto: Patrick Pleul

dpa

Heißhunger während der Stillzeit? Die Richter sahen es als nicht erforderlich an, den Satz für stillende Mütter zu erhöhen. Foto: Patrick Pleul

Wiesbaden (dpa) - Wer sein Kind stillt, hat unter Umständen auch mehr Hunger, kann dafür aber trotzdem keine erhöhten Sozialleistungen geltend machen. Das entschied ein Sozialgericht und widersprach damit Klagen von zwei Hartz-IV-Empfängerinnen.

Stillende Mütter haben keinen Anspruch auf höhere Hartz-IV-Sätze. Das Sozialgericht Wiesbaden wies die Klagen von zwei Frauen ab, die einen erhöhten Kalorienbedarf und entsprechende Zusatzkosten während der Stillzeit geltend machen wollten. Das teilte das Gericht mit. Die Klägerinnen argumentierten, sie benötigten in den ersten Monaten nach der Geburt täglich etwa 500 bis 600 Kalorien mehr als sonst. Zudem sehe das Gesetz vor der Geburt für Schwangere bereits einen Zusatzbedarf vor, obwohl diese nur etwa 250 Kalorien mehr verbrauchten (Aktenzeichen: S 16 AS 581/11 und S 16 AS 581/11).

Die Wiesbadener Richter wiesen die Klagen als unbegründet zurück: Die Mehrkosten könnten durchs Stillen des Kindes wieder eingespart werden, da so weniger Nahrung für den Nachwuchs gekauft werden müsse.

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