Falschgeld erkennen
So leicht ist es nicht immer - manchmal ist Falschgeld nur schwer zu erkennen. Foto: Fredrik von Erichsen

So leicht ist es nicht immer - manchmal ist Falschgeld nur schwer zu erkennen. Foto: Fredrik von Erichsen

dpa

So leicht ist es nicht immer - manchmal ist Falschgeld nur schwer zu erkennen. Foto: Fredrik von Erichsen

Berlin (dpa/tmn) - Kriminelle bringen immer mehr Falschgeld in Umlauf. Die Scheine sehen den echten zum Verwechseln ähnlich - und können ihren Besitzer sogar hinter Gitter bringen. Doch wie erkennt man Falschgeld überhaupt - und was, wenn man weiß, dass man es besitzt?

Die Wahrscheinlichkeit, Falschgeld zu erwischen, ist im Jahr 2012 gestiegen: Polizei, Handel und Banken haben laut Zahlen der Bundesbank im vergangenen Jahr 41 500 gefälschte Banknoten aus dem Verkehr gezogen - 6,4 Prozent mehr als 2011. Die Europäische Zentralbank (EZB) verspricht mehr Sicherheit gegen Fälscher und stellt einen überarbeiteten Fünf-Euro-Schein vor. Und doch kann es immer und überall passieren: Man bekommt einen falschen Fuffziger als Wechselgeld zurück - und merkt es nicht sofort. Denn viele Falschgeldscheine sehen den echten täuschend ähnlich. Wie Kunden Falschgeld rechtzeitig ausfindig machen - hier wichtige Fragen und Antworten dazu:

Wie erkenne ich Falschgeld?

Fühlen, sehen, kippen - das sind die Schritte, mit denen Laien auch ohne Prüfgerät Falschgeld erkennen. Blüten fühlen sich glatt und dünn an. Echte Scheine bestehen aus Baumwolle, erklärt die Deutsche Bundesbank in einer Broschüre über Falschgeld. Deshalb fühlen sie sich griffiger und fester an als anderes Papier. Sichtbare Merkmale sind zum Beispiel das Wasserzeichen und die Wertzahl auf der Vorderseite oben links, die erst im Gegenlicht vollständig zu erkennen ist.

Kippt man den Schein, schimmert das Hologramm, der glänzende Streifen rechts, in verschiedenen Farben. Auch die Wertzahl auf der Rückseite verändert auf den 50-, 100-, 200- und 500-Euro-Scheinen beim Kippen die Farbe. Wer einen echten Schein gegen das Licht hält, erkennt einen dunklen Streifen. Das ist der Sicherheitsfaden, auf dem das Wort Euro und sehr klein die Wertzahl der Note stehen.

Wohin mit der Blüte?

Kunden dürfen einen Falschgeldschein nicht einfach heimlich weitergeben - denn das ist eine Straftat. Wer sicher ist, dass er eine Blüte im Portemonnaie hat, muss damit sofort zur Polizei. Wer unsicher ist, kann den Schein zunächst bei der Hausbank prüfen lassen. Erkennt die auf den ersten Blick, dass der Schein nicht echt ist, übergibt sie ihn der Polizei. Ist sie selbst unsicher, stellt sie dem Kunden zunächst eine Quittung aus und schickt das Geld an die Bundesbank. Bestätigt sich der Verdacht nicht, bekommt der Bankkunde den Geldwert ersetzt.

Wer gibt mir das verlorene Geld zurück, wenn es eine Blüte war?

Den Wert einer Blüte erstattet niemand, weder Polizei noch Bank. Auch eine Belohnung gibt es nicht. Wer einem Falschgeldschein aufgesessen ist, muss die Konsequenzen alleine tragen. Das heißt: Er verliert das Geld. Auch ein Versicherer kann den Schaden nicht ersetzen. «Vor dem Risiko kann man sich nicht schützen», sagt Katrin Rüter vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). «Das wäre problematisch, denn theoretisch könnte ein Falschgelderzeuger so ja das Geld waschen.»

Was passiert, wenn ich mit Falschgeld zahle?

Mit dem als falsch enttarnten Geld einfach im nächsten Laden zu zahlen, sei eine Straftat, warnt die Falschgeldstelle der Deutschen Bundesbank. Wer Falschgeld wissentlich im Umlauf hält und erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe rechnen.

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