Versicherungssumme, Kosten, Laufzeit, Vertragsbedingungen – auf welche Punkte es beim Abschluss einer Risikolebensversicherung ankommt.

Für Eltern besonders wichtig: Eine Risikolebensversicherung.
Für Eltern besonders wichtig: Eine Risikolebensversicherung.

Für Eltern besonders wichtig: Eine Risikolebensversicherung.

dpa

Für Eltern besonders wichtig: Eine Risikolebensversicherung.

Düsseldorf. Eine Risikolebensversicherung ist nicht nur für den Hauptverdiener wichtig, dessen Einkommen die Familie ernährt und im Todesfall wegfällt. Auch derjenige, der sich um die Kinder kümmert, sollte gut versichert sein. Denn in seinem Todesfall muss die Betreuung der Kinder organisiert und natürlich auch finanziert werden, damit der Hauptverdiener weiter arbeiten kann.

Auf die Kosten einer Risikolebensversicherung achten

Entscheidend für die Wahl der richtigen Risikolebensversicherung sei die Höhe des Beitrages, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten: "Das Kleingedruckte ist weniger wichtig bei den Risikolebensversicherungen“, so die Expertin. „Die Auswahl kann deshalb in aller Regel nach der Beitragshöhe erfolgen." Auf den ersten Blick günstiger sind Versicherungen, die die Partner gemeinsam abschließen – sogenannte verbundene Leben. Die Versicherungssumme wird dann nur einmal ausgezahlt – für den zuerst Verstorbenen. Das ist keine gute Variante für Familien, findet Versicherungsberater Jörg Deppner: „Zwei getrennte Verträge sind kaum teurer, aber jeder ist versichert, hat einen eigenen Vertrag mit Rechten und Pflichten - das kann zum Beispiel bei einer Scheidung sehr sinnvoll sein.“

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Wie hoch die Versicherungssumme sein sollte, hängt von den persönlichen Umständen ab. „Da gibt es keine Faustregel, das hängt mit dem Einkommen, den Ansprüchen und der familiären Situation zusammen“, sagt Expertin Bianca Boss. Zu knapp sollte sie aber nicht bemessen sein – fünf Nettojahresgehälter sollte der Schutz mindestens umfassen.

Nachversicherungsgarantie vereinbaren

Die Versicherungssumme sollte an sich verändernde Lebensumstände anpassbar sein. Beispielsweise sollten die Versicherten sie aufstocken können, wenn ein weiteres Kind geboren wird. Möglich macht das eine Nachversicherungsgarantie. "Mit ihr stellen Versicherte sicher, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt die Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung anpassen können, beispielsweise nach einer Heirat, der Geburt von Kindern oder einem Immobilienkauf", erklärt Bianca Boss. Alternative Möglichkeit: eine Dynamik. Die Versicherungssumme erhöht sich damit automatisch Jahr für Jahr, wenn der Kunde nicht ausdrücklich widerspricht.

Je länger Risikolebensversicherungen laufen, umso teurer werden sie. Der Vertrag sollte aber nicht enden, bevor die Kinder finanziell auf eigenen Beinen stehen und die Immobilie zum Großteil abbezahlt ist. „Im Idealfall ist die Laufzeit auf das Lebensmodell, das Alter und die Familienplanung zugeschnitten“, so Experte Deppner.

Je früher, desto besser - nicht zu viel Zeit lassen

In der Regel begnügen Lebensversicherer sich damit, dass Antragsteller die Gesundheitsfragen im Antrag beantworten. Bei hohen Versicherungssummen von mehr als 200.000 Euro oder bei bereits festgestellten Vorerkrankungen aber gehen die Versicherer auf "Nummer sicher" und bestehen in der Regel auf einer ärztlichen Untersuchung – am besten beim Hausarzt, der auch die Krankenakten einsehen und ein umfassendes Gesundheitsbild abgeben kann. Vor allem aber sollten Eltern sich beeilen, meint Bianca Boss: „je früher die Police abgeschlossen wird, umso einfacher ist es, den Schutz zu bekommen.“

 

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