Wer in den Ruhestand geht, sollte vorgesorgt haben – mit einem Auszahlplan oder der Sofortrente.

Wer sich im Alter entspannt zurücklehnen möchte, sollte vorsorgen. Die staatliche Rente reicht meist nicht aus.
Wer sich im Alter entspannt zurücklehnen möchte, sollte vorsorgen. Die staatliche Rente reicht meist nicht aus.

Wer sich im Alter entspannt zurücklehnen möchte, sollte vorsorgen. Die staatliche Rente reicht meist nicht aus.

$caption

Matthias Hiekel, Bild 1 von 2

Wer sich im Alter entspannt zurücklehnen möchte, sollte vorsorgen. Die staatliche Rente reicht meist nicht aus.

Düsseldorf. Reicht die staatliche Rente? Diese Frage stellen sich viele Verbraucher angesichts des nahenden Ruhestands. Oft gilt es eine Versorgungslücke zu schließen.

Ein monatlicher Zuschlag lässt sich privat finanzieren, wenn der Rentner sein Eigenkapital – zum Beispiel aus einem Hausverkauf oder einer Lebensversicherung – bei einer Bank oder Versicherung anlegt. Das Institut zahlt es dann wieder in monatlichen Raten aus und gibt darauf noch einen Zinszuschlag. Zwei Modelle bieten sich an: Sofortrente und Auszahlplan.

Unterschiede

Sofortrenten zahlen, so lange der Kunde lebt; Auszahlpläne eine feste Zahl von Jahren. Diese Laufzeit muss man vorab festlegen. Tücke: Läuft der Auszahlplan zu kurz, kann die Zusatzrente enden, wenn der Kunde noch Jahre lebt.

Andererseits ermöglicht eine kurze Auszahldauer Rentenvorteile. Denn monatlich fließt ein größerer Teil des Guthabens an den Sparer zurück. „Die Sofortrente ist eine Art Wette auf die Lebensdauer“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV). Nur wenn der Versicherte sehr alt werde, könne er die Wette gewinnen.

Verzinsung

„Bei der Wahl des Auszahlplans ist der Zinssatz entscheidend“, betont Merten Larisch, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bayern. Denn der werde meist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Die Unterschiede sind groß. Während die Alte Leipziger Versicherung für einen 15-jährigen Auszahlplan mit 100 000 Euro Anlagesumme derzeit 1,3 Prozent Zinsen zahlt, gibt die Bausparkasse Mainz (BKM) 2,75 Prozent – das ergibt über die Jahre 11 800 Euro Mehrertrag.

Je länger die Auszahldauer, desto höher die Zinsen

Wenn Sie ausführlichere Informationen zum Thema möchten, schicken Sie uns bitte einen mit 1,45 Euro frankierten, an sich selbst adressierten Din-C 5-Umschlag an: Redaktion, Stichwort „Zusatzrente“, Postfach 10 11 32, 40002 Düsseldorf.

In allen Geschäftsstellen unserer Zeitung sowie in den WZ-Punkten in Wuppertal ist die ausführliche Textversion des Geldtipps gegen eine Gebühr von 1,50 Euro erhältlich.

Je länger die Auszahldauer, desto höher die Zinsen. Aber „in der aktuellen Niedrigzinsphase sollten Auszahlpläne nicht zu lang festgeschrieben werden“, sagt Larisch. Denn Inflationstendenzen könnten Zinsen nach oben treiben. Dann bietet sich ein Plan mit variabler Verzinsung an.

Rentenvergleich

Das Duell Auszahlplan gegen Sofortrente weist zunächst klare Vorteile für den Auszahlplan aus. Für die 100 000-Euro-Anlage und 15-jährige Laufzeit überweist die BKM Monat für Monat 677 Euro. Die Debeka Bausparkasse zahlt bei 2,1 Prozent Festzins monatlich 647 Euro aus. Bei einer Laufzeit von 25 Jahren garantiert die BKM bei einer Verzinsung von 3,25 Prozent eine Monatsrente von 485 Euro, die Debeka zahlt bei 2,7 Prozent Zinsen 457 Euro.

Zum Vergleich die Sofortrente: Für einen 65-jährigen mit gleicher Versicherungssumme zahlt die Europa Versicherung eine Anfangsrente von 384 Euro, HUK24 überweist 380 Euro, Debeka 369 Euro und Allianz 367 Euro.

Da es sich um dynamische Policen handelt, steigen die Renten Jahr für Jahr an. Mit wachsender Laufzeit verkürzt die Sofortrente ihren Renditenachteil, schließt zu Auszahlplänen auf – und zahlt auch noch nach mehr als 25 Jahren weiter.

Tipp

Dynamische Sofortrenten schützen vor Kürzungen, da das garantierte Rentenniveau nicht unterschritten werden darf. Damit ein Restguthaben bei Ableben nicht an die Versicherung fällt, kann man die Auszahlung an Hinterbliebene vereinbaren.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer