Mit der Vorbereitung schon Jahrzehnte vorher beginnen. Die Geldentwertung einkalkulieren.

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Jens Schierenbeck/dpa/tmn

Düsseldorf. Ein vorzeitiger Ruhestand sollte schon Jahrzehnte zuvor vorbereitet werden. „Erste Gedanken sollte man sich möglichst früh machen“, empfiehlt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW. „Denn dann ist es in der Regel einfacher, die Sparraten entsprechend anzupassen.“ Wer sich erst mit 55 Jahren mit dem Thema beschäftigt, kann eine mögliche Rentenlücke kaum schließen.

Arbeitnehmer sollten daher regelmäßig schauen, welche Ansprüche sie bereits für die Rente erworben haben. Hier geben die regelmäßigen Infos der Rentenversicherung Aufschluss. Zusammen mit den Erträgen aus der privaten Altersvorsorge könne leicht ermittelt werden, wie viel Geld im Alter zur Verfügung steht. Dabei sollten Arbeitnehmer berücksichtigen, dass sie bei einem vorzeitigen Ruhestand Abschläge in Kauf nehmen müssen.

Außerdem sollte bei der Berechnung der Einnahmen im Alter die Inflation nicht vergessen werden, erklärt Scherfling. Hier gebe es eine einfache Faustformel: „Beispielsweise verdoppeln sich bei einer Inflationsrate von rund drei Prozent die Preise in etwa alle 25 Jahre.“

Auch die Ausgaben im Alter müssen geschätzt werden

Nach den Einnahmen sollten Verbraucher dann ihre Ausgaben im Alter schätzen. „Hier gibt es zum einen feste Kosten wie etwa Miete, Krankenversicherung oder Ausgaben für Lebensmittel“, erläutert Scherfling. Zum anderen gebe es variable Ausgaben für Reisen oder Hobbys. Einige Kosten wie etwa die Prämien für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entfielen. „Allerdings können im Alter noch Ausgaben hinzukommen, etwa für die Pflege“, erklärt Scherfling.

Einnahmen und Ausgaben sollten dann gegenübergestellt werden. So könnten Arbeitnehmer erkennen, ob die Vorsorgemaßnahmen schon ausreichten oder ob die Sparraten möglicherweise erhöht werden müssten. tmn

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