Stuttgart (dpa/tmn) - Zum 1. Juli ist Schluss bei der City BKK. Versicherte sollten sich bei einer neuen Krankenkasse am besten schriftlich anmelden. So hat man alles gut dokumentiert.

Versicherte, die jetzt aufgrund der City BKK-Pleite ihre Krankenkasse wechseln müssen, sollten sich am besten schriftlich bei der neuen Kasse anmelden. «Dann ist der ganze Ablauf gut dokumentiert», sagte Julia Nill von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Am besten sei es, Briefe zu schreiben. «E-Mails können schon mal verloren gehen.» Die City BKK wird zum 1. Juli geschlossen. Die rund 136 000 Mitglieder müssen sich eine neue Krankenkasse suchen.

Nach Angaben der City BKK mussten viele Mitglieder dabei mit Schikanen kämpfen. So haben sich Versicherte unter anderem darüber beschwert, am Telefon abgewimmelt oder an entlegene Geschäftsstellen verwiesen worden zu sein, die nur zweimal in der Woche geöffnet haben. Abwimmeln lassen muss sich aber niemand: Die gesetzlichen Krankenkassen seien grundsätzlich verpflichtet, die Mitglieder der City BKK aufzunehmen, sagte Nill. Das gelte unabhängig von deren Alter oder Krankheitsgeschichte. «Das darf keine Rolle spielen.»

Versicherte sollten sich gut informieren, bevor sie sich für eine Krankenkasse entscheiden, empfahl Nill. Hier könne ein Blick auf die einzelnen Internet-Seiten der Krankenkassen oder entsprechende Vergleichsportale helfen. Dort könne man auch erfahren, ob die Kasse möglicherweise einen Zusatzbeitrag verlange.

Hätten sich Versicherte für eine Kasse entscheiden, sollte ein schriftlicher Aufnahmeantrag gestellt werden. «Wenn ich nach 14 Tagen nichts höre, sollte ich den Antrag noch einmal per Einschreiben verschicken.» Darauf müsse die Kasse dann reagieren. «Dann müsste eigentlich der Mitgliedsantrag kommen.»

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