Unsichere Italienurlauber sollten sich informieren.

Düsseldorf. Das Erdbeben könnte vielen Italienurlaubern die Reiselust vermiesen. Von der Verbraucherzentrale NRW kommt allerdings der Rat, die Reisepläne nicht unüberlegt zu verwerfen.

Beate Wagner, Expertin für Reiserecht bei der Verbraucherzentrale, empfiehlt: "Ich würde zuerst immer das Gespräch mit dem Reiseveranstalter suchen." Der Veranstalter müsse darüber informieren, wie es am Urlaubsziel tatsächlich aussehe. Er habe die sogenannte Umweltbeobachtungspflicht. "Falls der Veranstalter etwas zusagt, was vor Ort nicht der Fall ist - etwa der sichere Zustand des Hotels - macht er sich schadensersatzpflichtig", erklärt die Juristin.

Viele Veranstalter ermöglichten zudem aus Kulanz eine Umbuchung - "zu einer anderen Zeit oder an einen anderen Ort". Wer seinen Urlaub ändern möchte, solle sich so schnell wie möglich mit seinem Reiseveranstalter in Verbindung setzen.

Keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes

Manche Veranstalter orientierten sich allerdings an den Hinweisen des Auswärtigen Amtes, die im Internet für das jeweilige Land abgefragt werden können, erläuterte die Juristin weiter. Bislang hat die Behörde jedoch keine Reisewarnhinweise veröffentlicht.

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes hieß es am Montag nur, dass Reisende die Medienberichterstattung aufmerksam verfolgen und den Weisungen der örtlichen Sicherheitsbehörden folgen sollten.

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