Einschulung
Wird die Schwester oder der Bruder eingeschult, sind Kinder manchmal verunsichert. Das kann zu auffälligem Verhalten führen. Foto: Peter Steffen

Wird die Schwester oder der Bruder eingeschult, sind Kinder manchmal verunsichert. Das kann zu auffälligem Verhalten führen. Foto: Peter Steffen

dpa

Wird die Schwester oder der Bruder eingeschult, sind Kinder manchmal verunsichert. Das kann zu auffälligem Verhalten führen. Foto: Peter Steffen

Fürth (dpa/tmn) - Eine Hochzeit steht an, das größere Kind wird eingeschult oder ein anderes getauft: Nicht alle Kinder kommen damit klar, an solchen Tagen nicht im Mittelpunkt zu stehen. Sie sind besonders nörgelig, laut und kommen nur auf dumme Ideen.

Eine schwierige Situation für Eltern: «Ganz vermeiden lässt sich solch ein Verhalten nicht, vor allem nicht bei Jüngeren», sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Oft verhielten sich die Kinder gar nicht auffällig, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. «Sondern weil sie merken: Hier liegt heute eine besondere Spannung in der Luft, alle verhalten sich ein wenig anders.»

Was hilft, wenn das Kind die ganze Kirchengemeinde zusammenschreit? «Meist nur, die Situation zu verlassen. Einer muss mit dem Kind raus, bis es sich wieder beruhigt hat.» Eltern könnten es sich sparen, Dinge zu sagen wie «Pssst, sei doch leise, du störst hier alle» - und dann zu erwarten, dass das Kind umgehend darauf reagiert.

Je älter die Kinder werden, umso besser lassen sie sich auf besondere Ereignisse vorbereiten. Im Alter von vier oder fünf Jahren hätten die meisten schon ein gutes Verständnis dafür, was passiert. Eltern sollten im Vorfeld aber nicht so viel ermahnen und reglementieren, sondern eher das Freudige des Tages in den Vordergrund stellen etwa so: «Heute feiern wir alle zusammen, dass dein Bruder ein großes Schulkind ist.»

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