Brüssel (dpa) - Jedes vierte deutsche Elternpaar beschränkt die Internetnutzung seiner Kinder mit spezieller Filter-Software. Damit sind deutsche Eltern weniger streng als der Durchschnitt der Mütter und Väter in der EU.

Im Vergleich dazu: In der EU blockiert jeder dritte dem Nachwuchs bestimmte Webseiten. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Umfrage unter Eltern, die die EU-Kommission am Donnerstag (13.1.) in Brüssel vorstellte.

Je nach Mitgliedstaat variierten die Zahlen deutlich, sagte ein Sprecher der für digitale Medien zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes. So werde spezielle Software in Großbritannien von mehr als der Hälfte der Familien genutzt, in Rumänien hingegen nur von neun Prozent.

Computerprogramme seien jedoch «kein Allheilmittel», betonte der Sprecher. Es gebe auch andere Möglichkeiten, um zu kontrollieren, was Kinder sich im Internet anschauen. 58 Prozent der EU-weit befragten Mütter und Väter gaben an, in der Nähe zu bleiben, wenn ihr Nachwuchs im Internet surfe. 70 Prozent sagten, sie sprächen mit ihren Kindern über deren Internetnutzung.

Für die Studie wurden zwischen April und August 2010 EU-weit mehr als 25 000 Kinder und jeweils ein Elternteil befragt.

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