Bewegung tut gut
Bewegung und gesundes Essen helfen, Stoffwechselkrankheiten vorzubeugen. Foto: Waltraud Grubitzsch

Bewegung und gesundes Essen helfen, Stoffwechselkrankheiten vorzubeugen. Foto: Waltraud Grubitzsch

dpa

Bewegung und gesundes Essen helfen, Stoffwechselkrankheiten vorzubeugen. Foto: Waltraud Grubitzsch

Köln (dpa/tmn) - Besonders übergewichtige Kinder laufen Gefahr, an Diabetes zu erkranken. Ein Hinweis darauf können Hautverfärbungen sein, die unbedingt vom Arzt diagnostiziert werden sollten.

Eine Stoffwechselstörung mit erhöhten Insulin- und Glukosespiegeln kann sich durch schmutzig aussehende, dunkelbraune Hautverfärbungen bemerkbar machen. Diese zeigen sich zum Beispiel an den Achseln und im Nacken oder in den Leistenbeugen. Sie können aber auch auf den Fingerknöcheln, am Ellenbogen und an den Kniegelenken zu sehen sein, wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln erläutert. Die Hautverdickungen und -verfärbungen seien in der Regel harmlos. Dennoch sollte der Kinder- und Jugendarzt klären, ob sich dahinter eine behandlungsbedürftige Erkrankung verbirgt.

Bei Kindern mit dunkler Hautfarbe handelt es sich meist nur um eine verstärkte Pigmentierung. Aber insbesondere bei übergewichtigen Kindern können diese Hautveränderungen Zeichen einer schwerwiegenden Störung des Blutzucker- und Fettstoffwechsels sein, warnt BVKJ-Pressesprecher Ulrich Fegeler. Daraus kann später eine Diabeteserkrankung entstehen.

Betroffene sollten nicht zu Bleichmitteln oder Peelings aus der Drogerie greifen, sondern die Ursache vom Arzt ermitteln lassen. «Das Risiko für übergewichtige Kinder mit einer Zuckerstoffwechselstörung schließlich an Diabetes zu erkranken, ist in der Pubertät aufgrund der hormonellen Veränderungen besonders hoch», erklärt Fegeler. «Deshalb ist es wichtig, präventiv auf ein gesundes Gewicht, eine ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Bewegung zu achten.»

Schätzungsweise fünf Prozent aller übergewichtigen Jugendlichen in Deutschland leiden bereits unter einem gestörten Glukosestoffwechsel. Bei etwa ein bis zwei Prozent hat sich bereits ein Diabetes mellitus entwickelt.

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