Mutter mit Kind
Kann plausibel gezeigt werden, dass beispielsweise der Vater schwarz arbeiten geht, ist dieser auch unterhaltspflichtig. Foto: Julian Stratenschulte

Kann plausibel gezeigt werden, dass beispielsweise der Vater schwarz arbeiten geht, ist dieser auch unterhaltspflichtig. Foto: Julian Stratenschulte

dpa

Kann plausibel gezeigt werden, dass beispielsweise der Vater schwarz arbeiten geht, ist dieser auch unterhaltspflichtig. Foto: Julian Stratenschulte

Brandenburg (dpa/tmn) - Auch wenn die Einkünfte eines Elternteils aus Schwarzarbeit stammen, muss Unterhalt gezahlt werden. Bedingung ist, dass der Unterhaltsberechtigte nachweist, dass der Unterhaltspflichtige schwarz arbeitet.

Auch Einkommen aus Schwarzarbeit kann unter bestimmten Vorraussetzungen zu Unterhaltszahlungen verpflichten. Das hat das Brandenburgische Oberlandesgericht entscheiden (Az.: 9 UF 292/11), wie der Deutsche Anwaltverein mitteilt.

In dem Fall hatte der Vater behauptet, er könne keinen Unterhalt für sein Kind zahlen, da er nicht leistungsfähig sei und Hartz IV bekomme. Die Mutter behauptete, dass der Vater auf Baustellen schwarz arbeite und nannte einen Betrieb, wo das der Fall sei. Außerdem benannte sie Zeugen aus ihrem und seinem Freundeskreis. Der Vater habe geprahlt, er würde 2400 Euro pro Monat schwarz verdienen.

Daraus schloss das Gericht, dass der Vater Unterhalt leisten könne. Es verurteilte ihn dazu, monatlich einen Mindestunterhalt von 109 Euro zu zahlen. Die Mutter habe für das unterhaltsberechtigte Kind plausibel dargelegt, dass der Vater schwarz arbeite. Dieser hätte dann beweisen müssen, dass dem nicht so sei. Dies habe er nicht getan. Auch wenn er nicht mehr schwarz arbeite, müsse er den Betrag zahlen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer