In Ruhe lernen
In Ruhe lernt es sich oft besser. Foto: Peter Steffen

In Ruhe lernt es sich oft besser. Foto: Peter Steffen

dpa

In Ruhe lernt es sich oft besser. Foto: Peter Steffen

Hof (dpa/tmn) - Kinder sollten beim Lernen vor Lärm und Ablenkung geschützt werden. Laut genug ist es schon am Vormittag in der Schule. Zum Tag des Lärms am 25. April weisen Experten darauf hin, wie wichtig Ruhezeiten für geschundene Kinderohren sind.

Der normale Lärmpegel im Unterricht liegt zwischen 60 und 80 Dezibel. Das kann zu laut zum konzentrierten Lernen sein. Deswegen ist es wichtig, dem Kind zu Hause Ruhe zum Lernen zu ermöglichen. Am besten besprechen Eltern die genauen Maßnahmen individuell mit dem Kind, rät Andreas Engel, Erziehungsberater in Hof und Stellvertretender Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung anlässlich des Tags gegen Lärm am Mittwoch (25. April). Ein Schwerpunkt des Tages ist in diesem Jahr die Geräuschumwelt von Kindern.

Im Allgemeinen hält es Engel für sinnvoll, dass das Kind einen eigenen Arbeitsplatz hat, der abgeschirmt ist von Ablenkungen und damit auch von Lärm. Weiter empfiehlt er, in der Zeit der Hausaufgaben auch das Ablenkungsrisiko durch das übliche Familienleben zu vermindern, also zum Beispiel durch Geschwister, die zu Hause sind. Zu viel Lärm kann besonders kleine Schulkinder schnell stören.

Absolute Stille muss aber nicht herrschen. «Die Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen lehrt, dass sie sich durchaus konzentrieren können, wenn die Außenreize nicht zu stark sind», erklärt Engel. Zum Beispiel könne man das Lernen mit Hintergrundmusik durchaus ausprobieren. Es gebe viele Kinder, die zumindest subjektiv das Gefühl haben, dass sie ihre Hausaufgaben am besten mit Musik erledigen können. Und objektivieren lässt es sich nicht.

Für gut hält es Engel, wenn die Kinder nicht gleich mit den Hausaufgaben anfangen, nachdem sie nach Hause kommen. Eine Pause, in der sie spielen oder sich ein bisschen ausruhen können, ist empfehlenswert. Das gilt besonders für jüngere Schüler. Außerdem sei es gut, wenn die Hausaufgaben zu einem Ritual werden, das regelmäßig und möglichst zur gleichen Zeit erledigt wird. Wann das ist, klären Eltern ebenfalls am besten gemeinsam mit dem Kind.

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