Weinheim (dpa/tmn) - Kinder von reichen Eltern haben weniger Einfühlungsvermögen als andere. Das haben Forscher an der University of California in den USA herausgefunden.

Die sozialen Schichten, in denen man aufwächst, beeinflussen die eigene Empathie. Das ist das Ergebnis der US-Studie. Personen aus mittleren und niedrigeren sozialen Schichten seien im Alltag viel stärker auf die Kooperation mit anderen angewiesen. Deshalb entwickelten sie ein besseres Gespür für die Emotionen ihrer Mitmenschen, berichtet die Zeitschrift «Psychologie heute».

In einem Experiment wurden 300 Probanden Fotos gezeigt. Die Teilnehmer sollten aus der Mimik der abgebildeten Person ihre Emotionen sowie deren Intensität ablesen. Bei einem weiteren Versuch nahmen die Probanden an einem fiktiven Vorstellungsgespräch teil. Anschließend sollten sie einschätzen, wie sich ihre Mitbewerber während des Interviews gefühlt haben.

Bei beiden Studien zeigte sich, dass Studenten aus bescheideneren Familien einen höheren Grad an Einfühlungsvermögen zeigten. Dadurch konnten sie die Gefühle ihrer Kommilitonen exakter interpretieren.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer