Laut einer Studie können Jugendliche, die sozial auffällig werden, sich nicht in andere hineinversetzen. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Laut einer Studie können Jugendliche, die sozial auffällig werden, sich nicht in andere hineinversetzen. Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Laut einer Studie können Jugendliche, die sozial auffällig werden, sich nicht in andere hineinversetzen. Foto: Kitty Kleist-Heinrich

dpa

Laut einer Studie können Jugendliche, die sozial auffällig werden, sich nicht in andere hineinversetzen. Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Berlin (dpa/tmn) - Sozial auffälligen Jugendlichen fällt es schwer, sich in andere hineinzuversetzen. Außerdem können sie nur schlecht Absichten von anderen berücksichtigen.

Laut einer aktuellen Studie gibt es eine mögliche Erklärung für antisozialen Verhaltensweisen bei Jugendlichen. Bislang war unbekannt, welche Mechanismen im Gehirn daran beteiligt sind. Um das zu klären, testeten Wissenschaftler der Universität Leiden und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung straffällig gewordene Jugendliche im Alter von 15 bis 31 Jahren in einem Computerexperiment.

Bei dem Spiel ging es um Fairness. Ein Gegenspieler unterbreitete den Probanden verschiedene Geldangebote, die sie annehmen oder ablehnen konnten. Bei der Entscheidung half die Information, ob der Gegenspieler eventuell noch ein faireres Angebot zur Verfügung hatte, oder ob es keine Alternative gab. Bei dem Experiment wurde außerdem die Hirnaktivität gemessen und mit einer sozial unauffälligen Kontrollgruppe verglichen. Das Ergebnis: Bei den sozial auffälligen Jugendlichen waren die Hirnareale weniger aktiv, die unter anderem für das Einfühlungsvermögen zuständig sind. Außerdem zogen sie häufig nicht in Betracht, welche Absichten ihr Gegenspieler verfolgte.

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