Der Tüv Rheinland hat bei einem Test viele Mängel festgestellt. Eltern sollten auf Warnsignale achten.

Köln. Faulige Holzteile, Glasscherben im Sand: Solche Dinge können Kindern auf dem Spielplatz gefährlich werden. Eltern begutachten die Geräte und das Gelände daher besser gründlich, bevor sie die Kleinen dort spielen lassen.

Einige Mängel sind dabei ganz offensichtlich zu erkennen: „Vandalismus ist leicht sichtbar, zum Beispiel wenn die Mülleimer abgerissen sind“, erklärt Ralf Diekmann, Sprecher des Tüv Rheinland. Weitere Warnsignale seien rostige Metallspielgeräte oder herausstehende Schrauben oder Nägel.

Erwachsene sollten aber nicht nur den Geräten einen prüfenden Blick schenken, sondern auch dem Boden. Ragen dort Steine heraus oder machen die Beläge einen abgenutzten Eindruck, ist Vorsicht angesagt.

Kinder beim Spielen nicht sich selbst überlassen

In jedem Fall sollten Eltern oder Begleitpersonen Kinder auf Spielplätzen nicht sich selbst überlassen. „Wenn Sie auf den Spielplatz kommen, lassen Sie erst einmal den Blick schweifen. Danach sollte man die Kinder zu den einzelnen Geräten begleiten. Das ist gut investierte Zeit“, rät Diekmann. Vor allem bei neuen Spielplätzen oder im Urlaub sollten Eltern aufmerksam sein.

Bei einem bundesweiten Test von Spielplätzen hat der Tüv Rheinland bei drei Viertel der untersuchten Plätze Mängel entdeckt. Etwas mehr als die Hälfte der 50 Spielplätze wiesen sogar derart schwere Missstände auf, dass die Prüfer akuten Handlungsbedarf sahen.

So waren auf mehreren Plätzen die Bodenbeläge an Spielgeräten – etwa Sand vor einer Rutsche oder Gummimatten unter Klettergerüsten – nahezu aufgebraucht, so dass Kinder sich beim Aufprall verletzen könnten. Mehrfach fanden die Prüfer auch sogenannte Fangstellen an Geräten – gefährliche Engstellen, an denen die Kinder mit Kopf, Arm oder Fingern hängenbleiben könnten.

Bei allen entdeckten Schäden sollten Eltern den Betreiber des Spielplatzes informieren. In die Regel befindet sich am Eingang ein Schild mit dessen Telefonnummer. Ist dies nicht der Fall, sollte man sich an die Stadtverwaltung wenden.

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