Darmstadt (dpa/tmn) - In einer Beziehung treffen zwangsläufig verschiedene Freundeskreise aufeinander. Dabei müssen diese aber nicht miteinander verschmelzen. Wegen der Freunde zu streiten, ist nach Ansicht eines Experten nicht sinnvoll.

«Er hat seine besten Kumpels, sie hat ihre Freundinnen. Das ist wichtig, denn es werden in diesem Kreis Dinge besprochen, die nicht in der Beziehung beredet werden», sagt Dariush Barsfeld, Paartherapeut aus Darmstadt. Fühlt sich die neue Freundin von seinen Freunden aber nicht akzeptiert, sollte sie das ihrem Partner sagen. Dann liege es an ihm, die Beziehung zu seinem Freundeskreis überprüfen. Wenn seine Bekannten der Partnerin mit mangelndem Respekt oder einer voreingenommenen Haltung begegneten, gehe es oft um etwas anderes. «Der eigentliche Konflikt besteht zwischen den Freunden - und nicht in der Partnerschaft», sagt Barsfeld. Deshalb könne er auch nur auf Freundschaftsebene geklärt werden.

Sinnlos sei es dagegen, sich wegen der Freunde zu streiten. «Eine Diskussion darüber, wer recht hat und wer nicht, führt zu nichts», sagt der Paartherapeut. Man solle den Partner einfach wissen lassen, dass man mit der Situation in seinem Freundeskreis nicht glücklich sei. Dann könne man gemeinsam nach Lösungen suchen. Oft helfe im ersten Schritt für den Betroffenen aber nur, Abstand zu dem Freundeskreis des anderen zu halten.

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