Herxheim (dpa/tmn) - Drückt ein Partner seine Gefühle nicht mit einem «Ich liebe dich» aus, heißt das nicht, dass er es nicht tut. Die Psychologin Felicitas Heyne erklärt die Hintergründe.

«Die Muttersprache der Liebe lernt man von klein auf in der eigenen Familie. In manchen Familien wird das nicht verbal ausgedrückt, sondern es wird sich im Alltag unterstützt oder viel in den Arm genommen», erklärt Felicitas Heyne aus Herxheim in Rheinland-Pfalz.

Man sollte das fehlende «Ich liebe dich» deshalb nicht persönlich nehmen, sondern stattdessen darauf schauen, welche Dinge der Partner für einen tut. «Wenn der andere Dinge für mich übernimmt, die ich nicht so gerne mache, ist das auch ein Ausdruck der Liebe.» Seine Liebe in Worte zu verpacken, sei für manche eben ungewohnt: «Das ergeht ihnen dann so wie mit einer Fremdsprache», sagt Heyne. Man könne dem anderen zwar sagen, dass man «Ich liebe dich» gerne öfter hören möchte. Letztlich bleibe einem aber nichts anderes übrig, als es zu akzeptieren. «Krampfhaft darauf zu schauen, bringt nichts.»

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